Die Gastgeber haben den Zürchern das Leben schwer gemacht und zweimal Pech mit Alutreffern. Dietikon-Trainer Daniel Tarone sagte mit Erleichterung: «Es war eine rechte Zangengeburt.» Ganz anders war die Gefühlslage der Widnauer: «Es ist bitter: Zwei Flanken, zwei Gegentore», sagte Goalie Ilija Kovacic. Widnau war lange die bessere Mannschaft, verpasste es aber, «den Sack zuzumachen».
Ein erster Abschlussversuch von Andrija Andjelkovic, der im September mit dem SV Höngg auf der Aegeten zu Gast war, parierte Kovacic ohne Probleme. Für den ersten wirklichen Aufreger des Spiels waren die Widnauer verantwortlich: Daniel Lässer nahm in der achten Minute bei einem Freistoss aus 25 Metern Mass. Gefehlt hat nur wenig, der Ball landete an der Latte. Das 1:0 liess aber nicht lange auf sich warten. Beim anschliessenden Eckball faustete Dietikon-Goalie Aleksandar Trazivuk den Ball vor die Füsse von Diego Liechti, der sich die Chance nicht entgehen liess.
Die Zürcher versuchten zu reagieren, doch mehr als einen Abschluss von Andjelkovic und eine Flanke von Dayan Michel Saholona, die Kovacic sicher pflückte, liess die Widnauer Defensive nicht zu. Nach einer halben Stunde war wieder Widnau dran und es fehlten nur Millimeter zum Tor. Nach einer Balleroberung von Noah Thönig spielte dieser den Ball auf die rechte Seite zu Lirim Shala. Dessen Flanke verpasste Timon Cabezas per Kopf knapp, doch das Leder blieb in Widnauer Besitz. Alessio De Simeis spielte Thönig an, der den Ball an den Pfosten setzte. Trazivuk musste dann vor der Pause nochmals bei einem Lässer-Freistoss eingreifen.
Gegentore in der 84. und in der 90. Minute
Nach dem Tee gehörte die erste Möglichkeit Widnau: Cabezas lief auf der rechten Seite durch und spielte ins Zentrum zu Thönig, dessen Schuss in Corner abgewehrt wurde. Stefano D’Amicos Abschluss beim anschliessenden Eckball geriet um wenige Zentimeter zu hoch. Der kurz zuvor eingewechselte Dietiker Diego Lobo sagte: «Wenn wir gewinnen wollen, müssen wir noch mehr geben.» Die Rheintaler machten die Räume geschickt eng und liessen die Offensive der Gäste nicht zur Entfaltung kommen.
Tarone probierte es dann mit einem Dreifachwechsel. Die Massnahme, drei neue Offensivkräfte zu bringen, dürfte entscheidend gewesen sein. Plötzlich kam das Spiel der Zürcher besser zur Geltung und es war einer der Eingewechselten, Jannis Kalpaxidis, der in der 84. Minute nach einer Flanke auf einen Abpraller am schnellsten reagierte und traf. Und es kam für Widnau noch bitterer: Eine Hereingabe von Captain Valdrin Dalipi verwertete Lobo, auch er einer aus dem Dreierwechsel, zum Siegtreffer für die Zürcher.
Am Donnerstag auswärts gegen den SV Höngg
Am Gründonnerstag (2. April) um 20 Uhr bestreitet der FCW seinen nächsten Match: Auf dem Kunstrasenplatz Hönggerberg trifft das Lüchinger-Team auf den SV Höngg. Kann Widnau an die ersten 70 Minuten aus dem Dietikon-Spiel anknüpfen und mit Punkten aus Zürich heimkehren, würde dies die Rheintaler ihrem Saisonziel Ligaerhalt einen Schritt näherbringen.
Der FC Widnau verliert nach bitterer Schlussphase mit 1:2