Das Angebot im Fern-, Regional- und Ortsverkehr wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Diese Verbesserungen zeigen Wirkung. Mit 93 Millionen Fahrgästen im bestellten öffentlichen Verkehr wurde ein neuer Spitzenwert erreicht. Das zeigt der neue Bericht zum öffentlichen Verkehr des Volkswirtschaftsdepartements.
Das grösste Ausbauvorhaben wurde im Rheintal umgesetzt. Seit 2025 verkehren die schnellen InterRegio-Züge zwischen Sargans und St.Gallen im Halbstundentakt. Das Busnetz wurde auf die neuen Fahrpläne abgestimmt und gezielt ausgebaut. Die InterRegio-Züge gehören zum Fernverkehr und sind deshalb nicht Bestandteil der Statistik zum bestellten öffentlichen Verkehr. Die tatsächliche Nachfrageentwicklung im Kanton ist damit noch höher. Der durchschnittliche Kostendeckungsgrad der Angebote konnte bei über 60 Prozent stabil gehalten werden.
Gezielte Weiterentwicklung des Angebots
Aufgrund der angespannten Finanzlage von Bund, Kanton und Gemeinden wird das Angebot im öffentlichen Verkehr in den kommenden Jahren nur gezielt weiterentwickelt. Im Dezember 2026 werden bereits bestehende S-Bahnen zu einer direkten S-Bahn-Linie zwischen Weinfelden, St.Gallen und Bregenz verknüpft. Weiter sind Massnahmen zur Stabilisierung der Buslinie 300 zwischen Altstätten und Buchs sowie Angebotsoptimierungen im Busnetz der Stadt St.Gallen geplant.
Entgegen der Ankündigung im Fahrplanentwurf 2027 muss auf das neue Nachtnetz Zürichsee-Linth, die Anpassung des Ortsbusses in Bad Ragaz sowie eine zusätzliche Frühverbindung aus dem Kanton St.Gallen an den Flughafen Zürich vorerst verzichtet werden. Die Umsetzung wird weiterhin angestrebt, verzögert sich jedoch um mindestens ein Jahr. Grund dafür ist der noch ausstehende Beschluss des Kantonsrates zum kantonalen Entlastungspaket.
Projekte für die Mobilität von morgen
Verschiedene Projekte bereiten den öffentlichen Verkehr im Kanton auf die Zukunft vor. Mit dem Projekt «Seamless Travel» wird das grenzüberschreitende Reisen künftig mit einer einzigen App möglich werden und das Ticketlösen entfällt. Das Projekt «AmiGo» verbindet automatisiertes Fahren mit On-Demand-Mobilität. Es wird im Rheintal getestet.
Ergänzend setzt sich der Kanton zusammen mit Unternehmen, Gemeinden und Partnerorganisationen für eine nachhaltige Pendlermobilität ein. Die Mobilitätsallianz Ostschweiz ist erfolgreich gestartet und weist erste Erfolge aus: Zahlreiche Mitarbeitende sind auf den öffentlichen Verkehr oder den Veloverkehr umgestiegen. Weiter zeigt der Bericht auf, wie die Pünktlichkeit der Busse in den Agglomerationen und Städten verbessert werden soll.
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