Ringen 03.09.2026

Der RC Oberriet-Grabs startet in die neue Premium-League-Ära

Oberriet-Grabs startet am Samstag auswärts gegen Schattdorf in die neue Saison der Premium League. Für die Rheintal-Werdenberger beginnt damit ein Herbst voller Neuerungen.

Von dos
aktualisiert am 03.09.2026

In der Premium League treten 2026 acht Mannschaften an – der Modus ist im Text über die RS Kriessern genau erklärt. Auch daneben gibt es gewichtige Anpassungen. So sind in der höchsten Liga keine Doppellizenzen mehr erlaubt. Zudem gilt nach einem Vereinswechsel eine dreijährige Transfersperre, bevor ein Ringer zurück zum Stammverein oder zu einem anderen Club wechseln kann. So soll verhindert werden, dass die Abschaffung der Doppellizenzen durch vermehrte Transfers umgangen wird.

Weiter werden die Gewichtskategorien an die internationalen Klassen angepasst. Da international im Freistil und im Greco unterschiedliche Kategorien gelten, unterscheiden sich die Gewichtsklassen neu auch in der Schweizer Liga. Es wird allerdings weiterhin abwechslungsweise in Freistil- und Greco-Gewichtsklassen gerungen. Eine weitere Änderung betrifft die Teampunkte: Den dritten Zähler gibt es bei einem Punktesieg neu erst ab acht Punkten Vorsprung, nicht mehr ab fünf.

Es geht gleich wieder gegen die RR Schattdorf

Zum Auftakt reisen die Rheintal-Werdenberger am Samstag nach Schattdorf. Eine Woche später folgt der erste Heimkampf im Bildstöckli gegen Schweizer Meister Willisau. Am 10. Oktober führt der RCOG wieder eine Runde in der Sporthalle Unterdorf in Grabs durch, zu Gast ist dann die RS Freiamt. Zum Saisonstart muss der RCOG einige Rückschläge verkraften. So fällt Captain Maurus Zogg für die ganze Saison aus. Der Leistungsträger war 2025 der beste Punktesammler des RCOG und hinterlässt eine grosse Lücke. Dazu kommen mehrere verletzte Athleten, die dem Team zu Beginn fehlen werden.

Dank Lio Rüeggs Schultersieg startete der RCOG perfekt in das letzte Duell gegen Schattdorf.
Dank Lio Rüeggs Schultersieg startete der RCOG perfekt in das letzte Duell gegen Schattdorf.
Bild: pd

Mit einer Mischung aus Vorfreude und Vorsicht blickt Haupttrainer Christian Graupeter voraus: «Die Saison wird in vielerlei Hinsicht spannend. Neben Captain Maurus Zogg haben wir auch einige verletzungsbedingte Ausfälle. Es fehlen uns einige Ringer, die hoffentlich für die K.o.-Runden wieder fit sind. Den neuen Modus kann noch niemand richtig einschätzen. Dazu kommen mit Ufhusen und Weinfelden zwei neue Gesichter. Dass keine Leihringer mehr erlaubt sind, dürfte einiges verändern. Erwartungen sind also schwierig zu nennen. Aber das Team steht und wird sein Bestes geben.»

Gewichtsklassen bringen Herausforderungen

Ähnlich ordnet Sportchef Patrick Schmid die Lage ein: «Für uns gilt es jetzt, möglichst verletzungsfrei durch die Gruppenphase zu kommen und ab dem Viertelfinal voll anzugreifen.» Gleichzeitig sollen die jüngsten Ringer wertvolle Erfahrung sammeln, damit der RCOG nächste Saison wieder eine starke Mannschaft stellen kann. Die neuen Gewichtsklassen führen zu zusätzlichen Herausforderungen. Besonders die oberen Kategorien und die unterste Gewichtsklasse müssen zuverlässig besetzt werden.

Stand heute liegen die neuen Klassen dem RCOG nicht optimal, weshalb einige Athleten in höheren Kategorien als gewohnt antreten müssen. Trotzdem ist Schmid optimistisch: «Es gibt sicher spannende Kämpfe und wir freuen uns darauf.» Der Saisonstart gegen Schattdorf wird zeigen, wie schnell der RCOG in den neuen Modus findet. Der Verein steht vor einer Saison mit vielen Unbekannten, aber auch mit neuen Chancen. Ab den Viertelfinals kann jedes Team angreifen – dann will der RCOG bereit sein.

RCOG ist auch in der Promotion League vertreten

Neben dem «Eins» steht in diesem Herbst auch der RCOG II wieder im Einsatz. Die zweite Mannschaft kämpft erneut in der Promotion League. Dort bleibt der Modus unverändert: Die Liga ist in eine Ost- und eine Westgruppe aufgeteilt, jedes Team kämpft zweimal gegen jeden Gegner. Die besten Mannschaften qualifizieren sich für die Finalkämpfe, an denen die Medaillen vergeben werden.

Der RCOG trifft in der Ostgruppe auf Kriessern II, Weinfelden II, Rapperswil-Jona, Winterthur, Zürich sowie Einsiedeln II. Für die zweite Mannschaft steht weiterhin im Vordergrund, dass junge Ringer Wettkampfzeit haben und wichtige Erfahrungen auf Aktivstufe sammeln.