Der SC Rheintal lässt Herisau in die Playoffs ziehen | Der Rheintaler

Eishockey 30.01.2023

Der SC Rheintal lässt Herisau in die Playoffs ziehen

Trotz Aufholjagd in den letzten zwei Dritteln verliert der SC Rheintal wegen eines Fehlstarts gegen den SC Herisau mit 3:5. Der SCR beendet die Quali auf dem sechsten Platz, in den Playoffs muss er ins Tessin reisen.

Von Sepp Schmitter
aktualisiert am 30.01.2023

Der SC Rheintal verlor mit 3:5 und sicherte damit dem SC Herisau die Playoffs. Nach schwachem Startdrittel mit 0:3-Rückstand wurde die Aufholjagd der Luchse schwierig. Schliesslich gewannen die Bären ein doch noch spannendes Spiel mit vielen Emotionen. Die Unparteiischen sorgten für viel Aufregung und hatten das Spiel nicht immer im Griff.

Damit sind alle Entscheidungen gefallen. Der SC Rheintal spielt in den Playoffs gegen GDT Bellinzona und der SC Herisau gegen den EHC Wetzikon. Der EHC Burgdorf sichert sich den letzten Platz im Playoff und wirft die Red Lions und Argovia Stars raus. Der SC Untersee und die Pikes Oberthurgau spielen gegen den Abstieg.

Leistungsschwaches erstes Drittel

Dass Herisau noch Punkte brauchte, wurde schnell klar, doch die Rheintaler hielten anfänglich gut dagegen. Beide Teams neutralisierten sich und liessen wenig zu. Das Spiel fand meist in der Mittelzone statt. Das erste Tor nach klarem Abwehrfehler warf die Gäste aber aus der Bahn. Ein weiterer unnötiger Scheibenverlust führte zum 2:0 und zum frühen Time-out. Der Trainer Sascha Moser wurde für einmal sehr laut, doch seine Anweisungen verhallten in der Weite der Halle ergebnis­los. Das 3:0 war die Folge. Nach dem SCR-Sieg vom Mittwoch zeichnete sich ein Debakel ab. Doch dann fanden sich die Rheintaler wieder und das Spiel beruhigte sich. Kurz vor der Pause flogen erstmals die Fäuste und es gab kleine Strafen auf beiden Seiten. Die Schiedsrichter liessen noch Gnade und Vernunft walten.

SCR startet Aufholjagd

Die Kabinenpredigt zeigte Wirkung, denn die Rheintaler besannen sich aufs Spielen und wollten sich nicht abschiessen lassen. Noch fehlte die Wirkung, eine doppelte Überzahl blieb ungenutzt. Die nächsten Strafen brachten aber Tore. Sandro Bar­tholet und Mathias Adam konnten den 3:2-Anschlusstreffer verbuchen. Die Hoffnung kehrte zurück – aber auch die Angst der Herisauer um die Playoffs. Das Spiel wurde eine Spur ruppiger und versteckte Fouls häuften sich. Abhilfe brachte der vierte Treffer für die Appenzeller. Der nächste SCR -Treffer wurde aberkannt, weil er genau mit der Schlusssirene gefallen war. So blieb es beim 4:2-Pausenstand nach 40 Minuten.

Gleich nach Wiederbeginn erfolgte noch der Anschluss. Sandro Stoop hatte zum 4:3 verwertet. Die Schiedsrichter verloren immer mehr die Kontrolle. Es wurde gar weitergespielt, während der Linienrichter noch mit den Trainern an der Bande diskutierte. Zehn Minuten vor Schluss verletzte sich Vincent Sauter gröber und wurde durch Ramon Metzler ersetzt. Die Schlussoffensive der Rheintaler wurde durch ein weiteres Tor abrupt beendet – und so konnten die Herisauer am Schluss doch noch über die Playoffs jubeln. Die Kulisse in He­risau war dem Anlass entsprechend laut und stimmungsvoll.

Die Playoffs beginnen für den SC Rheintal am Donnerstag, 9. Februar, in Bellinzona. Das erste Heimspiel findet am Samstag, 11. Februar, um 17.30 Uhr in der Eishalle in Widnau statt.

1. Liga, Gruppe Ost
Herisau – Rheintal 5:3 (3:0, 1:2, 1:1)
Sportzentrum, Herisau – 377 Zuschauer – SR: Iseli, König, Sprenger.
Tore: 11. Malici (Bohlhalder, Popp) 1:0, 12. Bommeli (T. Koller, Gartmann) 2:0, 14. T. Koller (Bommeli) 3:0, 30. Bartholet (Stoop, Pilgram) 3:1, 33. Adam (L. Waidacher, Egger) 3:2, 38. Gartmann, (T. Koller, Hoffmann) 4:2, 42. Stoop (Bartholet, Bodemann) 4:3, 58. Bommeli (Gartmann, Hoffmann ) 5:3.
Strafen: Herisau 9×2, Rheintal 5×2 Minu­ten.
Rheintal: Sauter (50. Metzler), Berweger, Binder, Egger, Pilgram, Thurnherr, M. Waid­acher, Adam, Bartholet, Bodemann, Fritz, Kuster, Moosmann, Monnat, Obrist, Rozajac, Stoop, Vetter, L. Waidacher.

Weitere Ergebnisse: Bellinzona – Prättigau 6:2, Wetzikon – Argovia 4:3, Wil – Unterseen 4:1, Luzern – Reinach 2:1, Burgdorf – Pikes 3:2.
Schlussrangliste: 1. Luzern 22/52, 2. Wetzikon 22/49, 3. Bellinzona 22/45, 4. Wil 22/45, 5. Prättigau 22/40, 6. Rheintal 22/32, 7. Herisau 22/31, 8. Burgdorf 22/27; 9. Reinach 22/26, 10. Argovia 22/26; 11. Pikes 22/18, 12. Unterseen 22/5.