Zehn seiner zwölf Heimspiele in dieser Saison hat der SC Rheintal gewonnen. Nur zwei Teams verliessen die Eishalle in Widnau mit drei Punkten im Gepäck: der SC Herisau am 1. November und der EC Wil eine Woche später. Während die Herisauer nicht einmal die Playoffs erreichen, ist die Niederlage gegen Wil tabellarisch begründbar: Die Äbtestädter stehen schon längst als Qualisieger fest. Sie haben 59 von maximal möglichen 69 Punkten geholt, der SC Rheintal liegt als Zweitplatzierter der 1.-Liga-Ostgruppe volle 14 Zähler hinter Wil.
Der SC Rheintal ist in diesem Spiel also, was er sonst in Heimspielen nicht ist: Aussenseiter. Zumal Wil am Mittwoch mit einem 10:3-Sieg gegen Burgdorf gezeigt hat, dass er vor den Playoffs nicht nachlässt.
Der berühmteste Wiler ist der Trainer
Die Wiler werden gecoacht vom ehemaligen kanadischen Kultspieler Don Mc Laren, der in den 80er- und 90er-Jahren zwischen Nationalliga A und Nationalliga B tingelte. Er war engagiert in Uzwil, wo er in der letzten NLB-Saison (1988/89) in 41 Spielen 82 Skorerpunkte realisierte, in Ambri, Olten, Zug, Düsseldorf, in Bülach und beim HC Thurgau. Vor seiner letzten NLA-Saison (1995/96) beim Zürcher SC bestritt Mc Laren eine Spielzeit beim EHC Vorwärts Bruggen in den Niederungen der 2. Liga, wo er sich in 20 Spielen 42 Tore und 36 Assists gutschreiben liess. Beim EC Wil begann Mc Laren vor zwei Jahren als Co-Trainer, ehe er nach dem überraschenden Rücktritt von Raphael Kaderli im Oktober 2025 zum Cheftrainer befördert wurde.
Beim EC Wil verfügt Mc Laren über ein erfahrenes Kader mit vielen Leuten, die wissen, wo das Tor steht: In der Skorerliste belegen sieben Wiler einen Top-10-Platz und ein Quartett liegt vor Mica Moosmann vom SC Rheintal geschlossen an der Spitze. Der beste Skorer Lars Kellenberger hat schon sagenhafte 35 Assists auf seinem Konto, der beste Torschütze Joel Moser hat bisher 20 Treffer erzielt.
SCR hat die beste Defensive der 1.-Liga-Ostgruppe
Der SC Rheintal hat sich am letzten Dienstag mit dem Heimsieg gegen Argovia mindestens den vierten Rang und damit ein Heimspiel in der ersten Runde der Playoff-Viertelfinals gesichert, die am Dienstag, 10. Februar, beginnen. Wenn die Rheintaler gegen Wil und am nächsten Mittwoch in Burgdorf den zweiten Rang verteidigen, spielen sie in den Playoffs gegen Reinach. Fallen sie noch zurück, müssen sie gegen Bellinzona oder Argovia ran. Dabei spricht nicht nur der Heimvorteil für den SCR, sondern vor allem die Tatsache, dass er die beste Verteidigung aller Teams stellt.
Der SC Rheintal trifft auf dominantes Wil und testet seine Heimstärke vor den Playoffs