Sportpreis 2025 vor 1 Stunde

Der Sportler des Jahres steht achtmal pro Woche in der Halle

Fadri Rüdisühli ist 18-jährig und ein leidenschaftliches Mitglied des STV Balgach. Das zeigt sich nicht nur, wenn er selbst startet und Erfolge feiert – er gibt sein Wissen jetzt schon den Jüngeren im Verein weiter.

Von Remo Zollinger
aktualisiert vor 1 Stunde

Der Freitag sei der strengste Tag seiner Woche, sagt Fadri Rüdisühli. «Los geht’s mit Diskus- und Kugelstoss-Training in Dornbirn, dann fahre ich nach Balgach, wo ich die mittleren Jugi-Buben des STV leite. Dann habe ich auch noch Barrentraining», sagt er lachend. Von 16 bis 22 Uhr ist er unterwegs, aber er liebt das. Rumsitzen, das kommt für Fadri Rüdisühli nicht in Frage. Achtmal pro Woche ist er in der Halle, immer mit Freude. Er sagt:

Wenn man nicht jedes Mal gern in die Halle kommt, macht man etwas falsch.

Der 18-Jährige ist ein Multitalent. Er punktet in jeder Disziplin, die primär mit Kraft zu tun hat: Diskuswerfen, Kugelstossen, Steinstossen. In allen wurde er 2025 Schweizer Meister. Den ersten Titel feierte er im März, als er an der Hallen-Nachwuchsmeisterschaft in Magglingen in der U20 Schweizer Meister im Kugelstossen wurde. «Wenn du den ersten Titel gewinnst, weisst du, dass du es kannst. Dann bist du an der nächsten SM auch nicht mehr so nervös», sagte der Balgacher am Verleihungsabend.

Rüdisühli wird wohl nie den Verein wechseln

Und der Titel war der Auftakt zu einer ganzen Serie. An der U20-SM im Freien gewann er in Aarau Gold mit dem Diskus und mit der Sechs-Kilo-Kugel. Dies, nachdem er sich am Tag zuvor auch im Steinstossen als Schweizer Meister feiern lassen durfte. «Im Steinstossen habe ich fast mit dem Titel gerechnet. Im Kugelstossen habe ich es nicht erwartet, ich wusste aber, dass ich vorne mitmischen kann. Am meisten überrascht war ich vom Titel im Diskuswerfen, weil dort ein Athlet dabei war, der eigentlich besser ist. Ich hatte Glück, dass er zu Beginn drei Nuller hatte und gar nicht im Final starten durfte.»

Fadri Rüdisühli ist ein wohltuend bodenständiger, ehrlicher Typ, davon zeugt diese Einordnung und die Art, wie er spricht. Und er ist ein ungewöhnlicher Spitzenathlet, besucht er doch keine Sportschule. Auch hat er trotz seiner grossen Erfolge nie zu einem grösseren Verein gewechselt.

Mein Trainer Hansi Nüesch hat ein riesiges Wissen. Ich sehe keinen Grund, zu wechseln.

Dies liegt auch daran, dass der 18-Jährige beim STV Balgach zu Hause ist. Er vertritt dessen Farben nicht nur mit Erfolg an Wettkämpfen, er gibt sein Wissen auch jetzt schon den Jüngeren weiter. «Mein ganzes Leben dreht sich um den Verein», sagt er. Auch die nächsten Erfolge wird er im auffälligen, gelb-rot-grünen Löwentrikot feiern.

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