Fussball vor 2 Stunden

Der verspätete Start: FCSG empfängt am Sonntag Servette

Mit einem Heimspiel gegen Servette beginnt für den FC St.Gallen am Sonntag, 16.30 Uhr, im Kybunpark die Rückrunde – eine Woche später als erwartet. Die Vorzeichen für Punktezuwachs stimmen.

Von Remo Zollinger
aktualisiert vor 2 Stunden

Bei der St. Galler Anhängerschaft war der Frust riesig, als am letzten Samstag das Gastspiel beim FC Winterthur verschoben wurde. Dies bezeugt vor allem eine Sache: Die Ostschweizer Fans freuen sich sehr auf die Rückrunde, sie sind richtig heiss. In den letzten Jahren war das nicht immer der Fall, im Herbst 2025 haben sich die Grün-Weissen jedoch in eine Position gespielt, die Träume erlaubt.

Zumal der überraschende Leader aus Thun nur drei Verlustpunkte entfernt ist und die beiden «Grossen», Basel und YB, auch in der Rückrunde schwächeln. Seine Ambitionen eindrücklich angemeldet hat indes der FC Lugano, der am letzten Samstag in Luzern 5:2 gewann und nur einen Punkt hinter den Ostschweizern liegt.

Nur wenige personelle Mutationen beim FCSG

Personell hat sich in der Winterpause nicht viel verändert. Abgebrochen wurde das Leihgeschäft mit Shkelqim Vladi. Der Stürmer kam in der Ostschweiz nie richtig auf Touren. Er erzielte drei Tore (zwei davon im Cup), viel Einsatzzeit und damit eine grössere Rolle konnte er sich jedoch nicht erarbeiten. Ebenfalls nicht mehr dabei ist Stephan Ambrosius. Der Verteidiger hatte nach einer langwierigen Verletzung Mühe, den Tritt zu finden, und wechselt leihweise in die 2. Bundesliga zum Karlsruher SC.

Neu dabei ist mit Colin Kleine-Bekel ein junger Verteidiger, der leihweise vom VfL Bochum kam. Auch der Ungar Kevin Csoboth, der bei Gençlerbirligi in Ankara nicht glücklich wurde, gehört wieder zum Kader. Ein Zeichen der Nachwuchsförderung folgte am Mittwoch: Der FCSG gab bekannt, Joel Ruiz und Diego Besio mit einem Profivertrag ausgestattet zu haben. Beide haben im Herbst schon Super-League-Luft geschnuppert.

Joel Ruiz (links) und Diego Besio haben Profiverträge unterschrieben.
Joel Ruiz (links) und Diego Besio haben Profiverträge unterschrieben.
Bild: pd

Servette befindet sich in einer Übergangssaison

Mit Servette empfängt der FCSG am Sonntag, 16.30 Uhr, im Kybunpark ein Team, dem es nicht wie gewünscht läuft. Die letzten drei Saisons beendeten die Genfer unter den besten drei Mannschaften der Liga, nun sieht es danach aus, als könnte sich der SFC nicht einmal für die Championship Round qualifizieren. 2026 hat er schon zwei Spiele bestritten: Es gab eine 0:1-Pleite gegen Lausanne und ein 1:1 gegen den FC Zürich. Befreiungsschläge sehen anders aus, der Rückstand auf den Strich beträgt acht Punkte.

Die Vorzeichen stimmen also, zumal St. Gallen im August bei Servette 4:1 gewonnen hat. Das Team von Trainer Enrico Maassen darf optimistisch ins Spiel gehen, muss sich aber bewusst sein, dass es auch bei so guten Ausgangslagen keine Geschenke gibt. Sicher ist aber: Die Fans dürfen sich freuen, dass der Ball endlich wieder rollt.

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