Die De-facto-Blockade der Meerenge von Hormus trieb den Ölpreis (Brent) zu Wochenstart auf über 100 US-Dollar pro Fass. Bei den Börsianern löste das Nervosität aus. Der Volatilitätsindex (VIX) notierte mit zeitweise über 30 Zählern auf dem höchsten Stand seit April 2025. Grund ist die Angst vor einer Energieknappheit. Sollte es so weit kommen, würde das einen neuen Inflationsschub auslösen und die Weltwirtschaft spürbar belasten.
Donald Trumps Ankündigung eines kurzen Krieges und die Freigabe staatlicher Ölreserven von bis zu 400 Millionen Barrel durch die Internationale Energieagentur (IEA) sowie die Aussicht auf mehr saudische Öllieferungen drückten den Preis wieder etwas.
Angesichts eines drohenden Flächenbrandes im Nahen Osten war die Entspannung aber nur von kurzer Dauer. Der Swiss Market Index (SMI) rutschte im unsicheren Umfeld erstmals seit Mitte Dezember unter die Marke von 13 000 Punkten.
Der Versicherer Swiss Life hat die Analystenerwartungen im Jahr 2025 erfüllt und steigerte den Betriebsgewinn um 3 % auf 1,83 Milliarden Franken.
Während das Gebührengeschäft weniger Geld abwarf, erwies sich das Versicherungsgeschäft dank höherer Prämieneinnahmen als Stütze.
Die Dividende soll von 35 auf 36.5 Franken je Aktie steigen. Ebenfalls mehr Dividende erhalten die Aktionäre von Geberit. Der Sanitärtechnikkonzern legte beim Gewinn zu. Wegen einer Werkschliessung war die Marge jedoch leicht rückläufig. Dank seiner starken Marktposition konnte der Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli die hohen Kakaopreise an die Kunden weitergeben. Betriebsgewinn: 971 Mio. Franken.
Das entspricht einem Plus von fast 10 %. Anteilseigner kommen in den Genuss einer Dividendenerhöhung um 300 Franken auf 1800 Franken pro Aktie. Die Valoren gaben wegen der gesenkten Aussichten für 2026 am Dienstag dennoch um fast 10 % nach. Trotz des schwierigen Wirtschaftsumfeldes erhöhte sich beim Industriekonzern Huber+Suhner der Auftragseingang 2025 um fast 14 %. Zugleich wurde das Unternehmen profitabler.
Mehr Dividende und ein Aktienrückkaufprogramm kündeten Avolta wie auch Accelleron an. Der Reisedetailhändler steigerte seinen Gewinn um 4.5 %, der Turboladerhersteller gar um 22.6 %.
Die Konsumentenpreise in den USA haben sich im Februar, wie schon im Vormonat, erwartungsgemäss um 2.4 % verteuert. Auch die Kerninflation, bei der die volatilen Preise für Energie und Lebensmittel unberücksichtigt bleiben, verharrte auf ihrem Januarwert (2.5 %). Mit dem Irankrieg und den in der Folge höheren Rohölnotierungen dürfte perspektivisch aber wieder mehr Druck in die Inflationspipeline kommen. Die Notenbank Fed wird das mit Argusaugen beobachten.
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Die Börse steht diese Woche im Zeichen des Iran-Krieges