18 Konkurrenzen, 325 Reiterinnen und Reiter mit ihren kräftigen und grossgewachsenen vierbeinigen Sportkameraden und 960 Starts: Das am verlängerten Wochenende im Altstätter Baffles durchgeführte Auffahrtsspringen des Kavallerievereins Oberrheintal hatte stolze Zahlen zu bieten. Das überrascht nicht: Es handelt sich dabei um das grösste jährliche Springen im Baffles. Und letztlich machte, entgegen den tristen Vorhersagen, auch das Wetter mit, sodass viel Publikum die Reitanlage samt Festwirtschaft frequentierte.
Aufbau und Förderung der Junioren
Es war eine grossartige Atmosphäre, die die vielen helfenden Hände der Vereinsmitglieder, die an allen Tagen im Einsatz standen, gestaltet haben. «An einem solchen Anlass arbeiten alle etwa 80 Aktivmitglieder des Vereins mit, dazu kommen weitere freiwillige Helfer», sagten OK-Chef Stefan Dietsche und OK-Mitglied Sonja Rhiner. Sehr viele der Oberrheintaler Kavalleriereiter versuchten sich neben ihren Organisationsaufgaben auch an den Hürdenparcours. Und: Ein wichtiges Anliegen des Vereins ist der Aufbau und die Förderung der Junioren, die damit eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung erhalten. Zumal sich etwa 80 Prozent der Nachwuchskräfte mit eigenen Pferden beschäftigen, die auch gepflegt werden wollen.
Dass sich die Nachwuchsarbeit in Rheintal und Appenzellerland auszahlt, sah man bereits am ersten Turniertag, an dem die Jungreiter und Turnieranfänger zum Zug kamen. So gewann Sina Fässler aus Rüthi mit ihrem Pferd My little Melody die Prüfung B/R90. Derweil zeigten in den restlichen Anfängerkategorien vor allem die Vertreter aus dem Appenzell gute Leistungen. Die Hauptprüfungen des Turniers, R/N120 und R/N125, gingen an den Oberrieter Jonas Tiefenauer auf seinem Sportkameraden Caymen D’Alsace sowie den ebenfalls für Oberriet startenden Samuel Hanselmann auf Chester de la Reselle CH. Der Altstätter Lokalmatador Peter Bleiker sicherte sich in diesen Kategorien mit seinem lebhaften, schnellen vierbeinigen Partner Billy Jean jeweils den zweiten Platz.
OKV-Cup und Spezialprüfungen
Ein Highlight des Turniers war die am Samstag ausgetragene Qualifikation zum OKV-Cup, in der Viererteams gegeneinander antraten. In dieser musste sich der Reitverein Oberriet mit dem guten zweiten Rang den Reitkollegen des KV Rorschach und Umgebung geschlagen geben. Die anderen Rheintaler Vereine landeten im geschlagenen Feld: der KV Unterrheintal auf Rang vier, die Gastgeber des KV Oberrheintal auf Rang acht.
Neben den regulären Springen begeisterte der viertägige Event mit zwei Spezialprüfungen. Am Freitag traten bei der Plauschprüfung «Kampf der Besten» Fünferteams im K.-o.-System an. Runde für Runde zählten Tempo und Teamgeist und nur die Schnellsten kamen weiter, bis der Final über den Sieg entschied.
Am Samstagabend wurde es herzig. Beim erstmals durchgeführten «Pony Jump & Run» sassen die zweibeinigen Sportler nicht auf ihren Ponys, sondern führten diese an der Leine über den Parcours. Dabei war es ihnen freigestellt, ob sie mit ihren kleinen Lieblingen über die Hindernisse sprangen oder lieber den barrierefreien Weg wählten. Es war eine gelungene Premiere dieser Spezialprüfung mit 15 Teilnehmenden – wie an den anderen Tagen war auch hierbei das Festzelt gut gefüllt.
Die einheimischen Reiter zeigten sich in Altstätten mit Siegen