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Die Hoffnung auf eine Waffenruhe im Iran treibt den SMI und zyklische Aktien an

Die Hoffnung auf eine Waffenruhe im Iran bringt für Rückenwind an den Börsen: Sinkende Ölpreise und tiefere Zinsen lassen die Kurse steigen. Doch trotz der Euphorie bleibt die geopolitische Lage fragil – und damit auch das Risiko für Anleger.

Von pd
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Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges im Iran hat die Finanzmärkte am Mittwoch beflügelt. Grund sind der niedrigere Ölpreis und die rückläufigen Zinsen. Anlegerinnen und Anleger gehen davon aus, dass mit dem günstigeren Ölpreis die Inflationsgefahr vorerst gebannt ist.

Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass Rohöl immer noch 60 % über dem Kurs von Anfang Jahr notiert. Inflationäre Tendenzen sind also nach wie vor gegeben. Der zweiwöchige Waffenstillstand unterstreicht zwar, dass beide Parteien an einer Beilegung des Krieges interessiert sind, deshalb das Ende des Konflikts zu verkünden, ist indes verfrüht.

Dazu scheinen die Verhandlungspositionen der Kriegsparteien zu weit auseinander. Zudem weiss der Iran, dass er mit der Blockade der Strasse von Hormus über ein enormes Druckmittel verfügt. Die geopolitische Situation ist weiterhin als äusserst fragil einzustufen – und das spiegelt sich auch an den Börsen.

Aktien zyklischer Unternehmen gefragt

Auch der Swiss Market Index (SMI) schwenkte mit Bekanntgabe der temporären Waffenruhe auf den Erholungspfad ein. Besonders gefragt waren Aktien zyklischer Unternehmen wie Richemont, ABB oder
Holcim. Das Nachsehen hatten die Valoren von Swisscom. Allerdings hatten sich diese seit Beginn des Krieges gut gehalten und führen das Kurstableau des SMI seit Anfang des Jahres weiter an.

Mit dem Beginn des zweiten Quartals rückt auch die Publikation der Quartalszahlen wieder in den Fokus der Anlegerinnen und Anleger. Diese Woche standen vor allem Umsatzzahlen auf der Agenda. So meldete der Chemiekonzern Ems-Chemie für das erste Quartal einen Umsatzeinbruch von 6.6 % gegenüber dem Vorjahr. Grund ist der starke Franken. Das Unternehmen beziffert den Währungseffekt auf −7.3 %. An der Prognose für das Gesamtjahr hält das Unternehmen fest. Über einen Grossauftrag konnte sich Implenia freuen. Der Baukonzern hat einen 200-Millionen-Euro-Auftrag für den Bau des neuen Polizeipräsidiums in der deutschen Stadt Münster erhalten.

Richtigen Einstiegspunkt erwischen

Diese Woche verdeutlichte, wie viel wichtiger es ist, im Markt investiert zu sein, als zu versuchen, den richtigen Einstiegszeitpunkt zu erwischen. Wer die besten Tage verpasst, dessen Rendite schrumpft markant. Diesen Mittwoch haben die Börsen euphorisch auf die Waffenruhe im Iran reagiert. Mit einem Plus von 2.6 % gehörte der Tag im Swiss Performance Index (SPI) zum besten Prozent seit der Jahrtausendwende. Oder anders ausgedrückt: An 99 % der fast 7000 Handelstage seit Anfang 2000 war die Performance schwächer als am vergangenen Mittwoch. Ein Tag, den man als Anleger lieber nicht verpasst.

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