Schiessen 17.06.2026

Die jüngste Montlingerin hat es allen anderen gezeigt

Am zweiten Schiesstag des Eidgenössischen Schützenfestes besuchten die Feldschützen Montlingen den Anlass im beschaulichen, im Jahr 1084 erstmals erwähnten und nur 200 Einwohner zählenden Peist.

Von WiW
aktualisiert am 17.06.2026

Nach der Sportgerätekontrolle im Festzentrum, im Churer Rossboden, nahmen die Montlinger den kurvenreichen Weg in Richtung Arosa unter die Räder. Das kleine Peist liegt auf dem Weg dahin, am dortigen Bahnhof steht die älteste Esche Europas. Nach der Verpflegung und der Munitionsausgabe ging der Wettkampf in der 1400 Meter über Meer gelegenen Anlage mit vier Scheiben los. Das neue Einlese-System mit QR-Code machte keine Probleme, nur die wechselnden Lichtverhältnisse erschwerten einigen Schützen das Treffen. Die Visierung musste immer wieder angepasst werden.

Wegen der guten Betreuung erzielte Montlingen trotzdem gute Resultate. Markus Wernli schoss mit dem Karabiner seines Vaters liegend frei und holte im Vereinsstich 91 Punkte. Übertrumpft wurde er von der jüngsten Mitbewerberin, der Jungschützin Sarah Baumgartner. Sie erreichte im gleichen Stich 94 Punkte. Muriel Wernli erreichte in der Serie vorzügliche 58 Punkte und blieb damit nur um zwei Punkte unter dem Maximum. Die Teilnehmenden waren zudem erstaunt, dass es offenbar möglich war, bei vier Scheiben auf die falsche Scheibe zu schiessen.

Paul Mettler wagte sich an die Liegend-Meisterschaft. Dafür musste er einige Tage später nochmals den Rossboden mit seinen 48 Scheiben aufsuchen. Dort schossen auch Remo Hutter und Marco Dintheer.

Alle elf Montlinger durften sich nach dem Abrechnen den begehrten Eidgenössischen Kranz umhängen lassen: Marco Dintheer den achtfachen, Remo Hutter und Werner Wittwer erhielten sieben, Sarah Baumgartner fünf Kränze und den Nachwuchskranz, Muriel Wernli erhielt sechs, Markus Wernli fünf und vier über 50 Meter liegend frei, Ursi Berger, Daniel Baumgartner und Pascal Walt erhielten auch je fünf und Paul Mettler vier sowie die kleine Meisterschaft. Ihm fehlten zwei Punkte für die grosse Meisterschaft. Stefanie Wittwer erhielt den einfachen Kranz. Einigen Schiessenden fehlte nur ein Punkt für einen weiteren Eidgenossen – und Sarah Baumgartner wird auch in der Vereinsrangliste Ende Jahr eine entscheidende Rolle spielen.