Das Jubiläum wird mit einem umfangreichen Flugprogramm sowie einem Festgelände für die Bevölkerung begangen. Die Airshow ist für Ende August geplant und soll Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Region sowie aus dem benachbarten Ausland anziehen, wie die Organisatoren mitteilen.
Die Patrouille Suisse ist auf Abschiedstour
Im Zentrum des dreitägigen Programms steht der Auftritt der Patrouille Suisse. «Sie gehört zu den bekanntesten Symbolen der Schweizer Luftfahrt», teilen die Veranstalter mit. Die legendäre Kunstflugstaffel fliegt seit Jahrzehnten spektakuläre Formationsprogramme und ist an Flugshows im In- und Ausland regelmässig ein Publikumsmagnet. Ihre rot-weiss lackierten Jets führen dabei präzise Formationen und Kreuzmanöver vor, die grosse Anforderungen an das Geschick der Piloten stellen. Der Auftritt in Altenrhein erhält zusätzliche Aufmerksamkeit, weil die Patrouille Suisse nur noch bis nächstes Jahr in ihrer heutigen Form auftreten dürfte. Hintergrund sind geplante Veränderungen bei der Flugzeugflotte der Schweizer Luftwaffe. Die sechs Maschinen des Typs F-5 Tiger sollen ausgemustert werden. Beobachter gehen deshalb davon aus, dass die kommenden Auftritte der Staffel zu den letzten Gelegenheiten gehören, die Formation zu sehen.
Mit einer gehörigen Portion Nostalgie
Neben der Patrouille Suisse soll die Jubiläums-Airshow ein breites Flugprogramm bieten. Geplant sind Vorführungen mit militärischen Flugzeugen, historischen Maschinen und zivilen Fluggeräten. Dazu gehören ein Super Puma der Schweizer Luftwaffe, verschiedene historische Pilatus-Maschinen und selbst ein Zeppelin wird seine Aufwartung machen. Damit wollen die Veranstalter verschiedene Epochen der Luftfahrt sichtbar machen und die Entwicklung der Fliegerei in der Schweiz veranschaulichen. Auch fliegende Oldtimer wie die Junkers F 13 sollen Teil des Programms sein. Solche historischen Maschinen geben Einblick in die Anfänge der Luftfahrt und zeigen, wie sich Technik, Geschwindigkeit und Sicherheitsstandards im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.
«Wir feiern 100 Jahre Flugplatz Altenrhein»
Ergänzt werden die Flugvorführungen durch ein Festgelände am Boden. Dort sind laut Veranstaltern verschiedene Angebote für Besucherinnen und Besucher geplant, darunter Informationsstände, Gastronomie sowie Möglichkeiten, Flugzeuge aus der Nähe zu besichtigen. Am Jubiläumsfest soll nicht nur ein spektakuläres Flugprogramm geboten werden. Die Organisatoren wollen auch an die lange Geschichte des Flugplatzes erinnern. Der Standort Altenrhein blickt auf eine hundertjährige Entwicklung zurück und ist eng mit der regionalen Luftfahrtindustrie verbunden.
Der Flugplatz wurde Mitte der 1920er-Jahre gegründet. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der Standort zu einem wichtigen Zentrum für Luftfahrt und Flugzeugbau in der Ostschweiz. Verschiedene Unternehmen der Branche siedelten sich im Umfeld des Flugplatzes an. Über lange Zeit wurde der Flugplatz sowohl militärisch als auch zivil genutzt. Militärische Flugzeuge starteten und landeten hier ebenso wie zivile Maschinen. Im Laufe der Zeit verlagerte sich der Schwerpunkt zunehmend auf die zivile Nutzung, mit Destinationen von Wien bis nach Sardinien.
Ein moderner Flugplatz mit reicher Geschichte
Heute dient der Flugplatz unter anderem als Ausgangspunkt für Linien- und Geschäftsflüge. Gleichzeitig ist er Standort verschiedener Luftfahrtunternehmen und Industriebetriebe. Damit bleibt der Flugplatz ein wichtiger Bestandteil der regionalen Wirtschaft. Neben dem regulären Flugbetrieb finden in Altenrhein immer wieder Veranstaltungen statt, bei denen die Öffentlichkeit Einblicke in die Welt der Luftfahrt erhält. Tage der offenen Tür, Flugtage oder Ausstellungen ziehen regelmässig zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Mit dem Jubiläumsfest soll das hundertjährige Bestehen des Flugplatzes nun besonders sichtbar gemacht werden. Informationen zum detaillierten Programm vom 28. bis 30. August, zu Tickets und der Anreise werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Das Jubiläum soll nicht nur ein Blick zurück auf die Geschichte des Flugplatzes sein. Gleichzeitig wollen die Veranstalter aufzeigen, welche Rolle der Standort auch künftig für Luftfahrt, Industrie und regionale Entwicklung spielen kann.
Die Kunstflieger der Patrouille Suisse verabschieden sich auch im Rheintal