Samuel Thür, Verwaltungsratspräsident der Landi Oberrheintal, durfte auf ein solides Geschäftsjahr zurückblicken. Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen sank leicht um 1,3 Prozent auf 23,49 Millionen Franken. Nach den Rekordjahren 2021 und 2022 handle es sich dabei um eine Konsolidierung. Besonders der geringere Düngerabsatz im Agrarbereich sowie das tiefere Preisniveau bei den Energieträgern hätten den Umsatz beeinflusst.
Der Landi-Laden verzeichnete einen minimalen Rückgang von 0,1 Prozent auf 11,858 Millionen Franken. Schweizweit rangiert der Standort damit neu auf dem dritten Platz. Der Laveba-Shop zwischen Landi und Agrola-Tankstelle konnte leicht um 0,5 Prozent auf 3,026 Millionen Franken zulegen. Der Agrarbereich lag bei 4,766 Millionen Franken (–2,2 Prozent), während der Energiebereich 3,869 Millionen Franken (–5,7 Prozent) erreichte. Der Bruttogewinn belief sich auf 4,48 Millionen Franken, was einem Minus von 2,6 Prozent entspricht. Unter dem Strich erzielte die Genossenschaft einen Jahresgewinn von 911 000 Franken.
Geschäftsführer Patrick Zäch ging in seinem Bericht auf die tägliche Arbeit ein und stellte die Frage: «Warum soll jemand überhaupt bei uns einkaufen?» Die Antworten habe das Team klar definiert: Die Landi sei regional verankert, verfüge über hilfsbereites, fachkundiges und freundliches Personal. Zudem könnten Produkte vor Ort angeschaut, getestet oder sogar Probe gefahren werden.
Treue Mitarbeitende geehrt
Der Standort an der Oberrieterstrasse wurde weiter optimiert. Nach der Installation der Photovoltaikanlage und eines Speichers wurde der Bereich des Aussenverkaufs mit Sektionaltoren winddicht gemacht.
Insgesamt stehen hinter den Geschäftszahlen 33 Mitarbeitende, deren Einsatz Geschäftsführer Zäch besonders würdigte. Für ihre langjährige Treue zur Genossenschaft wurden Erich Neff, Livia Kobler und Filomena Marti geehrt.
Die Mitglieder genehmigten die Jahresrechnung, stimmten der Gewinnverwendung zu und erteilten den Organen Entlastung. Mit einigen wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen genehmigten sie zudem den Kauf von zwei Parzellen an der Kriessernstrasse in Altstätten.
Bereits Pläne für Parzellen
Das Areal bietet Potenzial für verschiedene gewerbliche Nutzungen. Geplant ist unter anderem, einen Teil der Fläche für das operative Geschäft der Landi, etwa für einen modernen Tankstellen-Shop mit Tankstelle, zu nutzen, während weitere Flächen vermietet werden sollen.
Die Generalversammlung ist bei den Mitgliedern aber nicht nur wegen der Zahlen beliebt, sondern auch wegen Geselligkeit, gutem Essen und Unterhaltung. Nach der musikalischen Einstimmung durch das Kinderjodelchörli Rheintal sorgte später das Bergler Duo aus Vorarlberg für Stimmung. Zum Abschluss der Versammlung durften sich zudem 30 glückliche Gewinnerinnen und Gewinner über einen der Geschenkkörbe freuen, die verlost wurden.
Die Landi Oberrheintal blickt zurück – und kauft Boden für neue Projekte