Die Gruppe Mummenschanz hat Theatergeschichte geschrieben: Seit mittlerweile 54 Jahren begeistert das Maskentheater auf der internationalen Bühne. Mal poetisch, mal emotional, mal lustig, die Geschichten und die Bewegungssprache der Künstlerinnen und Künstler von Mummenschanz gehen über die klassische Pantomime hinaus, heisst es in der Medienmitteilung der St. Galler Kulturstiftung. Ein weiteres Markenzeichen sind die Masken aus Lehm, welche durch die Schauspielenden zum Leben erweckt werden. Ansonsten spielt Mummenschanz mit Alltagsgegenständen wie WC-Papier, Röhren und Klötzen. Immer wortlos.
Auch im Ausland sehr beliebt
Gegründet wurde die Gruppe 1972 von Andres Bossard, Bernie Schürch und Floriana Frassetto, die in Altstätten lebt. Die drei haben sich an der Bewegungs- und Maskentheaterschule Jacques Lecoq in Paris kennengelernt. Es folgten Einladungen an grosse Theaterfestivals. Aus einer Einladung in die USA wurden insgesamt drei Jahre am Broadway in New York. Um das Pensum bewältigen zu können, gab es mehrere Mummenschanz-Formationen, die um die Welt reisten.
Laufend werden junge Schauspielerinnen und Schauspieler ins Mummenschanz-Handwerk eingeführt. Die Altstätterin und Gründungsmitglied Floriana Frassetto hält auch heute noch die künstlerische Leitung inne.
Auszeichnung für langanhaltenden Erfolg
Wie die St. Gallische Kulturstiftung schreibt, erhalte die Maskentheatergruppe den Grossen Kulturpreis für ihre weltweite Tätigkeit und ihren grossen Erfolg. Der Preis wird am 3. April im Theater St. Gallen verliehen. Alle vier Jahre ehrt die Kulturstiftung mit dem Grossen Kulturpreis St. Galler Persönlichkeiten oder Kollektive. Er ist mit 40'000 Franken dotiert.
Die Maskentheatergruppe Mummenschanz erhält den St. Galler Kulturpreis