Montlingen vor 1 Stunde

Die Mitte Rheintal: Politischer Aufbruch beim Neujahrsbrunch in Montlingen

70 Mitglieder und Sympathisanten der Mitte Rheintal trafen sich am Sonntag zur Neujahrsbegrüssung. Neu war in diesem Jahr das Konzept: ein Brunch, kombiniert mit einer Dorfführung und pointierten Referaten aus der Kantons- und Bundespolitik.

Von pd
aktualisiert vor 1 Stunde

Der Start ins neue Jahr stand bei der Regionalpartei «Die Mitte Rheintal» im Zeichen von Gemeinschaft und politischer Standortbestimmung. Erstmals traf sich die Partei zu einem Brunch in Montlingen. Bevor das Buffet eröffnet wurde, erhielten die Teilnehmenden bei einer Führung unter dem Motto «Montlingen – gestern geprägt – heute gestaltet» spannende Einblicke in die Dorfentwicklung.

Positive Signale aus dem Gesundheitsdepartement

Regierungsrat Bruno Damann nutzte die Gelegenheit, um über die aktuellen Herausforderungen im Kanton St. Gallen zu informieren. Im Fokus standen dabei das kantonale Sparprogramm sowie die anstehenden Abstimmungen vom 8. März. Besonders erfreuliche Nachrichten hatte der Gesundheitschef zum Spitalverbund im Gepäck: Nach der erfolgten Zusammenlegung wird für das Jahr 2025 ein positives Resultat erwartet – ein wichtiger Meilenstein für die kantonale Gesundheitsversorgung. Weiter thematisierte Damann den Fortschritt beim Medical Master in St. Gallen und die Entwicklungen rund um das Gesundheitsgesetz.

Markus Ritter warnt vor dem «Bürokratiemonster»

Nationalrat Markus Ritter blickte auf einen dynamischen Start der neuen nationalen Parteispitze zurück. Mit neuem Bundesrat, neuem Präsidenten und einer neuen Fraktionschefin sei die Mitte bestens aufgestellt, um in unsicheren Zeiten – insbesondere mit Blick auf die unberechenbare Weltpolitik rund um die USA – als Stabilitätsanker zu fungieren.

Ein besonderes Augenmerk legte Ritter auf die Volksabstimmung zur Individualbesteuerung am 8. März. Obwohl die Abschaffung der «Heiratsstrafe» ein Kernanliegen der Mitte sei, erachte die Partei die vorliegende Initiative als den völlig falschen Weg. Ritter bezeichnete die Vorlage als «Bürokratiemonster sondergleichen».
«Die Individualbesteuerung würde über 1000 neue Stellen bei den Kantonen schaffen, um die 1,7 Millionen zusätzlichen Steuererklärungen überhaupt bearbeiten zu können», warnte Ritter.

Er betonte, dass viele Kantone das Problem bereits durch einfache Splitting-Modelle gelöst hätten, die keine Partnerschaftsformen benachteiligen. Dass bereits zehn Kantone das Kantonsreferendum ergriffen haben und sich die Konferenz der Kantonsregierungen gegen die Vorlage ausspricht, unterstreiche die mangelhafte Durchdenkung des Projekts. Ritter rief die Anwesenden dazu auf, sich aktiv für eine Ablehnung einzusetzen.

Ausblick auf das Wahljahr 2027

Zum Abschluss gab Markus Ritter einen ersten Ausblick auf die Planungen für die nationalen Wahlen 2027, bevor der Anlass in einen gemütlichen Teil überging. Bei einem kleinen Wettbewerb konnten die Anwesenden Spezialitäten aus Montlingen gewinnen. Die Neujahrsbegrüssung zeigte einmal mehr, dass die Mitte Rheintal nicht nur politisch klare Kanten zeigt, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt pflegt.

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