Die Erholung währte nur kurz. Der Swiss Market Index (SMI) büsste auch in der dritten Woche des Iran-Krieges ein. Die Hoffnung auf ein rasches Kriegsende schwindet und verunsichert Anlegerinnen und Anleger. Dieser negativen Stimmung konnte sich Stadler Rail entziehen. Die Zahlen und der Ausblick des Zugbauers wurden positiv aufgenommen.
Das Unternehmen hat seinen Gewinn im abgelaufenen Jahr beinahe verdoppelt. Obwohl der Analystenkonsens leicht verfehlt wurde, hat der Aktienkurs positiv reagiert. Das liegt daran, dass das Unternehmen an den Prognosen 2026 festhält und der Aktienkurs zu Beginn der Woche auf ein Allzeittief gefallen war. Dass die Onlinebank Swissquote ein gutes Ergebnis präsentieren würde, war aufgrund bereits publizierter Eckdaten zu erwarten.
Getrieben wurde der Gewinnanstieg mitunter durch die Neubewertung der Beteiligung an der App-Tochter Yuh. Aktionäre profitieren von einer starken Dividendenerhöhung, hinterfragen aber zunehmend die Wachstumsprognosen.
Der Druck nahm zu
Das schwierige Umfeld der Medienindustrie spiegelt sich im Ergebnis des Medienkonzerns TX Group. Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dass sich der Betriebsgewinn dennoch verdoppelt hat, liegt an Kostensenkungen. Als profitabelste Einheit gilt TX Markets, zu der auch die seit September an der Börse gehandelte Swiss Marketplace Group (SMG) zählt. Diese hat ebenfalls ihren Jahresabschluss vorgelegt. Das Unternehmen hat den Umsatz gesteigert und die Margen ausgebaut. Da Ergebnis und Ausblick im Rahmen der Erwartungen lagen, standen die Titel unter Druck.
Die Aussichten für die deutsche Konjunktur haben sich mit dem Krieg im Iran eingetrübt. Das Konjunkturbarometer des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ist von 58,3 Punkten auf −0,5 Zähler abgestürzt. Das liegt klar unter dem Fünfjahresschnitt von 17,1. Es wird befürchtet, dass die kriegsbedingt höheren Energiepreise die Inflation ankurbeln und die wirtschaftliche Erholung abwürgen.
Es ist von feindlicher Übernahme die Rede
Anfang Woche hatte die italienische UniCredit ein Übernahmeangebot für die deutsche Commerzbank lanciert. Dabei handelt es sich um ein Angebot, bei dem Commerzbank-Aktionäre ihre Titel in UniCredit-Valoren tauschen können. Aktuell halten die Italiener 29,9 % und wollen mit diesem Schritt in einen konstruktiven Dialog treten. Während die Commerzbank-Chefin und die Bundesregierung von einer feindlichen Übernahme sprechen, legen die Commerzbank-Valoren weiter zu. Der Markt rechnet wohl mit einer Übernahme, aber zu einem höheren Preis.
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Die negative Börsenstimmung hält auch in der dritten Kriegswoche an