Altstätten vor 16 Minuten

Die Regionale Kleinklasse öffnete ihr neues Schulhaus und zeigte, wie sie arbeitet

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten vor Kurzem den Tag der offenen Tür, um das neue Schulhaus Blumenfeld in Altstätten kennenzulernen und einen Einblick in den Schulalltag zu erhalten.

Von psr/red
aktualisiert vor 16 Minuten

Die Regionale Kleinklasse zur sozialen Förderung Oberes Rheintal, kurz RKK, ist ein gemeinsames Angebot von 13 Schulgemeinden des Oberen Rheintals und wird als Tagesschule geführt. Sie bietet Schülerinnen und Schülern von der 1. bis zur 9. Klasse einen kleineren, geschützten und intensiv begleiteten schulischen Rahmen, wenn aufgrund besonderer Herausforderungen im Bereich der Selbst- und Sozialkompetenz eine Beschulung in der Regelklasse vorübergehend nicht ausreichend möglich ist. Die Kinder und Jugendlichen können dabei in ihrem familiären und regionalen Umfeld bleiben.

Die Tagesschule verbindet individuelle schulische Förderung mit sozialpädagogischer Begleitung und einer betreuten Tagesstruktur. Neben dem schulischen Lernen stehen die Persönlichkeits- und Beziehungsentwicklung sowie die Stärkung der Selbst- und Sozialkompetenz im Zentrum. Klare Strukturen, verlässliche Beziehungen und eine enge Zusammenarbeit mit Eltern und beteiligten Fachstellen bilden wichtige Grundlagen der täglichen Arbeit.

Mehr Raum für gestiegenen Bedarf

Der Umzug ins Schulhaus Blumenfeld an die Heidenerstrasse in Altstätten erfolgte vor dem Hintergrund eines über die vergangenen Jahre anhaltend hohen Bedarfs. Die vorhandenen Plätze waren regelmässig vollständig belegt, sodass nicht immer alle Schülerinnen und Schüler aufgenommen werden konnten.

Mit dem neuen Standort wurden die räumlichen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen, das Angebot auf zwei Klassenzüge beziehungsweise mehrere Lerngruppen mit bis zu 24 Plätzen auszubauen. In verschiedenen Lernräumen werden die Schülerinnen und Schüler durch Lehrpersonen und Fachpersonen der Sozialpädagogik individuell begleitet und entsprechend ihren Voraussetzungen gefördert. 

Damit schafft der neue Standort nicht einfach mehr Platz, sondern vor allem einen Rahmen, der den unterschiedlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler besser gerecht wird. Unterricht, sozialpädagogische Begleitung, Tagesstruktur, individuelle Förderung und handlungsorientiertes Lernen können am neuen Standort enger miteinander verbunden werden.

Mit viel Herzblut wurde das neue Schulhaus eingerichtet und gestaltet. Auch die Schülerinnen und Schüler wirkten aktiv mit und beschäftigten sich im Rahmen einer Projektwoche mit der Gestaltung ihres neuen Schulortes. Der Tag der offenen Tür bildete den Abschluss der Planungs-, Umbau- und Umzugsphase.

Schülerinnen und Schüler zeigten ihre Schule

Am Tag der offenen Tür stand nicht nur das neue Gebäude im Mittelpunkt. Nach der offiziellen Begrüssung durch Schulratspräsident Remo Maurer und Schulleiter Boris Niederer waren die Besucherinnen und Besucher eingeladen, das Schulhaus frei zu entdecken.

Ganz nach dem Gedanken «Wir möchten nicht lange erzählen, wie unsere Schule funktioniert – wir möchten sie zeigen» übernahmen die Schülerinnen und Schüler selbst eine aktive Rolle. Sie begrüssten Gäste, zeigten ihre Räume und Arbeiten, erklärten verschiedene Bereiche ihres Schulalltags und kamen mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch.

Während des gesamten Vormittags herrschte im und rund um das Schulhaus ein reger Betrieb. Familien, ehemalige Schülerinnen und Schüler, Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Schulgemeinden und Schulen, Fachpersonen sowie zahlreiche weitere Interessierte nutzten die Gelegenheit für einen persönlichen Einblick und den gegenseitigen Austausch.

Nicht nur das Schulhaus wurde sichtbar

Der grosse Besucherandrang und die zahlreichen wertschätzenden Rückmeldungen sorgten bei den Schülerinnen und Schülern und dem Team für grosse Freude. Besonders die vielen persönlichen Begegnungen und positiven Rückmeldungen zeigten das grosse Interesse an der RKK.

So wurde am Tag der offenen Tür nicht nur das neue Schulhaus sichtbar, sondern vor allem das, wofür die neuen Räumlichkeiten geschaffen wurden: ein Ort, an dem Kinder und Jugendliche entsprechend ihren individuellen Voraussetzungen lernen, sich entwickeln und neue Perspektiven aufbauen können.