Die RGG war 1978 gegründet worden, um die politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen St. Gallen, Liechtenstein und Vorarlberg zu fördern. Dabei verstand sie das Rheintal über die Landesgrenzen hinweg als gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum.
Seit den 2010er-Jahren ging die Beteiligung an den Veranstaltungen jedoch zurück. Der Verein prüfte deshalb im vergangenen Jahr eine Neuausrichtung, einen Zusammenschluss mit einer anderen Organisation sowie eine Auflösung. «Die Rückmeldungen waren positiv, das Interesse an einer aktiven Beteiligung aber gering», sagte RGG-Präsident Andreas Eggenberger.
Einstimmig für die Auflösung
Nach Angaben des Vereins werden seine bisherigen Aufgaben inzwischen weitgehend von anderen Organisationen wahrgenommen. Der Vorstand beantragte deshalb die freiwillige Auflösung. Dafür wären drei Viertel der Stimmen nötig gewesen, der Beschluss fiel schliesslich einstimmig aus.
Das Vereinsvermögen wird zwischen den Vereinen Agglomeration Werdenberg-Liechtenstein und Agglomeration Rheintal aufgeteilt. Die Mittel müssen gemeinsam und zweckgebunden für Projekte eingesetzt werden, die einen nachweisbaren Nutzen für den grenzüberschreitenden Lebens- und Wirtschaftsraum Rheintal haben.
«Wir hoffen und sind überzeugt, dass unsere Gelder dort einen grösseren Nutzen entfalten können», sagte Eggenberger. Die beiden Agglomerationsorganisationen wollen die Mittel nach eigenen Angaben im Sinne der bisherigen Ziele der RGG für die grenzüberschreitende Entwicklung des Rheintals einsetzen.
Die Rheintalische Grenzgemeinschaft löst sich nach 48 Jahren auf