Wer an die Spitex denkt, denkt oft zuerst an Pflege nach einer Operation, an Verbandswechsel oder an Unterstützung im Alter. Doch die Realität vieler Menschen zu Hause ist komplexer geworden. Nicht selten fehlt im Alltag weniger die medizinische Versorgung als vielmehr Orientierung, soziale Begleitung oder Entlastung für Angehörige. Genau dort setzt die Spitex Vorderland mit einem erweiterten Angebot an.
Seit Anfang Jahr ergänzt die Spitex Vorderland ihr bestehendes Angebot gezielt mit Betreuung und Alltagsbegleitung. Dazu gehören die Unterstützung bei der Alltagsorganisation, Begleitungen zu Terminen oder Spaziergängen sowie die Förderung sozialer Kontakte. «Viele Menschen möchten möglichst lange in ihrer vertrauten Umgebung bleiben. Dabei geht es nicht nur um Pflege, sondern auch um Sicherheit, Struktur und soziale Teilhabe», sagt Marlen Oggier, Verwaltungsratspräsidentin der Spitex Vorderland.
Oft seien es kleine Unterstützungen, die verhindern, dass eine Situation zu Hause kippe. Der Bedarf wächst. Hintergrund sind die demografische Entwicklung und die zunehmende Zahl älterer Menschen, die zu Hause leben möchten. Gleichzeitig fehlen vielerorts Pflegeheimplätze und Fachpersonal.
Vielen Menschen die Unabhängigkeit bewahren
Die Spitex Vorderland verfolgt dabei bewusst den Grundsatz «ambulant vor stationär». Dabei wird mit verschiedenen Sozialberatungsstellen wie zum Beispiel der Pro Senectute zusammengearbeitet. Menschen sollen möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben können, sofern dies verantwortbar und gewünscht ist.
Das ist nicht nur menschlich sinnvoll, sondern oft auch kostengünstiger als ein früher Spital- oder Heimeintritt.
Wer frühzeitig Unterstützung erhält, kann Krisen und Überforderung oft vermeiden», erklärt Brigitte Bühler, Geschäftsführerin der Spitex Vorderland. Sie ergänzt: «Unsere Mitarbeitenden erleben täglich, wie wichtig Betreuung, Koordination und persönliche Beziehungen für die Stabilität zu Hause sind.»
Die Spitex übernimmt koordinative Aufgaben, erkennt Belastungssituationen frühzeitig und schafft Sicherheit im Alltag. Themen wie Beratung und Entlastung von Betroffenen und deren Angehörigen, Einsamkeitsprävention und soziale Integration oder psychosoziale Stabilisierung gewinnen zunehmend an Bedeutung.
Betreuung ist nicht nur eine Frage des Alters
Ein besonderes Anliegen der Spitex Vorderland ist es, mit bestehenden Bildern aufzuräumen, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Die Angebote richten sich längst nicht nur an ältere Menschen. So unterstützt die Organisation auch junge Familien in belastenden Situationen. Etwa nach schwierigen Geburten, bei psychischen oder körperlichen Erkrankungen, bei Frühgeburten oder Mehrlingsgeburten.
Betreuungspersonen helfen zu Hause im Alltag, kümmern sich um Kinder oder Geschwister und schaffen Entlastung in herausfordernden Zeiten. Daneben begleitet die Spitex auch Menschen mit psychischen Erkrankungen, Personen nach Spitalaufenthalten oder Menschen, die vorübergehend auf Unterstützung angewiesen sind.
«Viele zögern zu lange, bevor sie sich melden», sagt Brigitte Bühler. Dabei könne ein Gespräch aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt. Sie versichert:
Es geht darum, gemeinsam herauszufinden, ob und wo eine kleine Unterstützung sinnvoll ist.
Das Angebot ist individuell und flexibel aufgebaut. Menschen sollen möglichst viel weiterhin selbst übernehmen können. Die Spitex versteht sich nicht nur als Dienstleisterin, sondern als Partnerin im Alltag.
Informationen: www.spitex-vorderland.ch
Die Spitex Vorderland erweitert ihr Angebot mit Betreuung und Alltagsbegleitung