Faustball vor 3 Stunden

Die Wundertüte aus Diepoldsau startet in die neue Feldsaison

Am Wochenende starten die Männer des SVD Diepoldsau-Schmitter in die Feldsaison. Die Erwartungen sind zwar hoch, dennoch ist für das Team noch unklar, wo es genau steht. Klar ist: Mit dem Abstieg will Diepoldsau nichts zu tun haben.

Von lju
aktualisiert vor 3 Stunden

Warum der SVD in dieser Saison einer Wundertüte gleicht, lässt sich einfach erklären: Das Kader hat sich im Vergleich zur Hallensaison und zum Vorjahr deutlich verändert. Mit Manuel Sieber, Sven Muckle und Lukas Lässer verliert das Team drei erfahrene und wichtige Stützen. Sieber unterstützt, wie schon vor der Hallensaison, mit Christian Lässer und Malik Müller die Nachwuchstalente in der 1. Liga. Sven Muckle wechselt nach Widnau, wo er die Rolle des Coaches übernimmt. Und Lukas Lässer muss verletzt pausieren. Eigentlich hätte er den SVD in den ersten drei Runden verstärken sollen, doch kürzlich brach er sich bei einem Arbeitsunfall das Schien- und das Wadenbein.

Zu den Neuzugängen zählen Angreifer Jerome Sepin, der aber erst ab der vierten Runde zur Verfügung steht, sowie Julian Lipp in der Defensive. Beide kamen vom TV Widnau. Simon Schlattinger lief schon oft für die SVD-Jugend auf und wechselt nun definitiv von seinem Heimatverein Dozwil nach Diepoldsau. Weiter hat der Oberösterreicher Fabian Tober den Sprung von der zweiten in die erste Mannschaft geschafft. So umfasst das Kader aktuell acht Spieler. Für die Seitenlinie wurde mit Stefan Hutter ein Trainer gewonnen, der dem Team die nötige Aussensicht und Ruhe gibt.

Da der Ligaerhalt für einen Verein wie Diepoldsau kein Saisonziel sein sollte, hat sich Hutter mit dem Finalevent in Neuendorf ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Wohlwissend, dass dies mit einem so stark veränderten Kader vermutlich nicht erreicht wird, ist sich Hutter sicher, dass man bessere Resultate erzielt, wenn man sich ein solches Ziel setzt.

Am Samstag geht’s mit einer Heimrunde los. Dabei werden die Brüder Christian und Roman Lässer den SVD jeweils in einem Spiel verstärken, da Schlattinger verhindert ist. Im ersten Spiel trifft Diepoldsau auf Jona. Wollen die Rheininsler nichts mit dem Abstieg zu tun haben, sind dies Spiele, die sie gewinnen müssen. Jona war zuletzt immer wieder ein Wackelkandidat und stieg in der Halle in die NLB ab. Da Jona nun aber wieder auf Hauptangreifer Yanick Landolt zählen kann, geht Diepoldsau nicht als Favorit in die Partie. «Es wird wichtig sein, die Eigenfehlerquote tief zu halten und gleichzeitig mit genug Druck zu servieren», sagt Angreifer Laurin Juen.

Im zweiten Spiel treffen die Gäste aus Jona und Wigoltingen aufeinander, danach spielt Diepoldsau gegen Wigoltingen. Die Rheintaler starten als Underdogs: Die Thurgauer waren in den letzten zehn Jahren wohl die stärkste Feldmannschaft. Dies zeigen viele Schweizer Meistertitel sowie die Finalteilnahme 2025. Diepoldsaus Ziel für das Wochenende ist, zwei Punkte im Rheintal zu behalten. Vier Punkte wären eine Überraschung. Um 15 Uhr geht es auf der Rheinauen in Diepoldsau los. Speis und Trank gibt’s im «Schwarzen Adler», das Heimteam freut sich auf zahlreiche Unterstützung.