Eishockey 27.02.2026

Dritte Niederlage gegen Wil – die SCR-Saison ist zu Ende

Siegen oder fliegen: Diese Devise galt für den SC Rheintal im dritten Halbfinalspiel beim EC Wil. Doch das Wunder blieb aus, die Luchse verloren das Spiel 4:8 und gehen nach der dritten Niederlage in die Sommerpause.

Von Sepp Schmitter
aktualisiert am 27.02.2026

Obwohl das Endresultat brutal aussieht, hatten die Bären viel mehr Mühe als erwartet. Das Spiel war bis zur 52. Minute offen, erst die Schlussminuten brachten die endgültige Entscheidung. Die Rheintaler verlassen das Eis mit erhobenem Haupt, denn diesem Team mit fünf Junioren im nochmals verkleinerten Kader gehört die Zukunft. Wie in der letzten Saison war der übermächtige EC Wil Endstation für den SC Rheintal. Dieser darf aber doch auf eine erfolgreiche und spannende Saison mit sehr vielen tollen Spielen zurückblicken.

Trotz Zwei-Tore-Führung ein ausgeglichenes Startdrittel

Die Rheintaler, die auch auf den erkrankten Markus Waidacher verzichten mussten, starteten respektlos in die Partie und legten vor. In der sechsten Minute kombinierten sich die Gäste durch die erstaunte Abwehr und Jordan Pfennich eröffnete den Torreigen. Auf den Ausgleich durch Jan Meier folgten zwei weitere Tore der Luchse. Nochmals Jordan Pfennich sowie Mica Moosmann trafen zum Rheintaler Zwei-Tore-Vorsprung.

Mica Moosmann buchte im 30. Spiel der Saison seinen 28. Treffer.
Mica Moosmann buchte im 30. Spiel der Saison seinen 28. Treffer.
Bild: Sepp Schmitter

Die Bären reagierten gereizt und Claude Schnetzer buchte das Anschlusstor. Und das erste Powerplay nutzten die Hausherren gnadenlos zum Ausgleich. Ein schnelles und spektakuläres Drittel endete mit dem Gleichstand von 3:3. Nach der Teepause legte die Wiler Paradelinie mit Kellenberger, Moser und Meier zwei Tore vor. Sie profitierte auch von ihrer grossen Erfahrung aus 235 Swiss-League-Spielen. Die vermeintliche Vorentscheidung korrigierte Jordan Pfennich aber mit einem Kabinettstückchen. Der Ex-Wiler trickste die Scheibe zum 5:4 ins Gehäuse und war damit dreifacher Torschütze.

Wiederum machten die Strafen den Unterschied

Das offene Spiel wogte hin und her, mit Chancen auf beiden Seiten. Dann nahmen die jungen Wilden des SCR zwei Strafen, doch die Äbtestädter konnten den Rheintaler Abwehrriegel nicht überwinden – kein Tor bei doppelter Überzahl war fast eine kleine Blamage. Doch nach dieser Situation fiel das 6:4 durch Jan Meier. Damit wurde die Aufgabe für die Gäste fast unlösbar.

Beim Puckeinwurf nutzte Yanick Bodemann die letzte Gelegenheit, eine Fehde zu beenden, die die ganze Saison brodelte. Filip Sluka blieb am Boden, ehe die Unparteiischen Bodemann für fünf Minuten plus Spieldauer aus dem Spiel nahmen. Auch Sluka musste für zwei Minuten in die Kühlbox, trat dann aber auch wieder als Passgeber auf. Im Powerplay machte Nils Seiler mit dem 7:4 alles klar. Das achte Tor ins leere Netz war noch ein Geschenk an Jan Kellenberger.

So endete ein wiederum sehr interessantes Spiel zweier ungleicher Teams mit dem klaren Sieger EC Wil. Doch mit ihrem Auftritt ernteten die Rheintaler viele Sympathien bei ihren Fans. Damit verabschiedet sich der SC Rheintal in die Sommerpause.

1. Liga, Playoff-Halbfinal, Spiel 3
Wil – Rheintal 8:4 (3:3, 2:1, 3:0)
Sportpark Bergholz – 326 Zuschauer – SR: Rüegg; Sudik, Torti.
Tore:
6. Pfennich (Good, Stutz) 0:1, 9. Meier (Moser) 1:1, 11. Pfennich (Wiederkehr, Good) 1:2, 17. (16:07) Moosmann (Bernard) 1:3, 17. (16:19) Schneider (Moser) 2:3, 18. Daneel (Giannone) 3:3, 32. Kellenberger (Moser, Meier) 4:3, 35. (34:17) Kellenberger (Moser) 5:3, 35. Pfennich (Stutz, Good) 5:4, 52. Meier (Moser) 6:4, 56. Seiler (Daneel) 7:4, 60. Kellenberger (Moser, Meier) 8:4.
Strafen: Wil 2x2, Rheintal 3x2 + 1x5 + 1x20 Minuten Spieldauer-Disziplinarstrafe.
Rheintal: Sauter (Metzler); Binder, Wiederkehr, Pfennich, Good, Stutz; Manser, Hagen, Zerlauth, Bodemann, Moosmann; Baur, Wiedner, Monnat, Bartholet, Stoop; Bernard.
Endstand in der Serie: 3:0.