Die Implikationen für den geldpolitischen Kurs der Notenbank Fed sind in Summe unklar. Hierzulande läuft derweil die Berichtssaison der Unternehmen auf Hochtouren. Wegen der Kosten für die Integration von Vodafone Italia und der laufenden Erosion in der Branche schrumpfte der Reingewinn des Telekom-Anbieters Swisscom im Geschäftsjahr 2025 um 17,6 % auf 1,3 Milliarden Franken.
Zu zusätzlichem Gegenwind führten negative Währungseffekte. Dennoch dürfen sich die Aktionäre über eine Dividendenerhöhung von 22 auf 26 Franken pro Aktie freuen. Ein Rekordergebnis erzielte SGS. Dem Prüf- und Zertifizierungskonzern gelang es, seinen Umsatz zu steigern und profitabler zu werden. Mit 1,1 Milliarden Franken resultierte ein zum Vorjahr um 6,5 % höherer Gewinn.
Sparprogramm nach harzigem Geschäftsverlauf
Harziger läuft das Geschäft bei ams OSRAM. Unter dem Strich verbuchte der Halbleiterhersteller 2025 einen Verlust von 129 Millionen Euro nach 785 Millionen im Vorjahr. Beim Ausblick für das laufende Jahr gibt sich das Unternehmen zurückhaltend. Zudem wurde ein Sparprogramm angekündigt, das bis 2028 rund 200 Millionen Euro jährlich einbringen soll.
Die Analystenerwartungen mehrheitlich verfehlt hat Schindler. Der Lift- und Rolltreppenbauer hat im vergangenen Jahr zwar mehr verdient, aber weniger umgesetzt und weniger Aufträge hereingeholt. Die Aktie quittierte das am Mittwoch mit einem Abschlag von 10 %. Eine Enttäuschung brachte Leonteq. Wegen des schwachen Handelsgeschäfts schrieb der Derivatespezialist tiefrote Zahlen. Die Dividende wird gestrichen.
Es ist Vorsicht geboten
Alphabet hat derweil eine 100-jährige Anleihe («Methusalem-Anleihe») ausgegeben. Damit will die Google-Mutter ihre immensen Ausgaben für Künstliche Intelligenz (KI) finanzieren. Eine derart langfristige Schuldverschreibung eines Technologieunternehmens gab es letztmals in der Dotcom-Ära (Motorola). Potenzielle Investoren sollten vorsichtig sein.
Solche Papiere sind aufgrund der hohen Zinssensitivität sehr volatil. Zudem sind Risiken wie Übernahmen, technologische Veränderungen oder überholte Geschäftsmodelle über einen so langen Zeitraum schwer kalkulierbar. Etwaige Kursverluste lassen sich nur bedingt aussitzen, da die Wenigsten das Fälligkeitsjahr 2126 erleben werden.
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