Etwa 70 Teilnehmende trafen sich kürzlich zur Generalversammlung des Vereins Festungsmuseum Heldsberg. Co-Präsident Jürg Danuser begrüsste neben den Mitgliedern auch Gemeindepräsident Armin Hanselmann. Dieser würdigte die Bedeutung der Festung Heldsberg als geschichtsträchtigen Ort mit Ausstrahlung für St. Margrethen. Gerade in einer Zeit, in der Frieden und Sicherheit nicht selbstverständlich seien, gewinne die Auseinandersetzung mit der Geschichte an Bedeutung.
Investitionen zeigen ihre Wirkung
Der Verein blickte auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Trotz leicht rückläufiger Besucherzahlen wurde der Umsatz deutlich gesteigert. Investitionen in Infrastruktur, Unterhalt und neue Vermittlungsformate zeigen Wirkung. Auch der Mitgliederbestand verzeichnete nach Jahren des Rückgangs wieder ein Wachstum. Jahresbericht, Rechnung und Budget wurden von der Versammlung einstimmig genehmigt.
Im Zentrum des Nachmittags stand weit mehr als das statutarische Pflichtprogramm: Die Generalversammlung zeigte, wie stark das Festungsmuseum vom freiwilligen Engagement seiner Aktivmitglieder getragen wird. Ob in Technik, Unterhalt, Führungen, Gastronomie, Kiosk oder Archiv: Ehrenamtliche Arbeit macht den Betrieb erst möglich.
Von Vorstandsmitgliedern Abschied genommen
Mitgetragen und das Bild des Museums nach aussen geprägt hat auch Roland Lehner durch seine Vorstandstätigkeit seit 2019. Er übergab sein Ressort Marketing an Vivien Stefanek und bleibt dem Verein erhalten, indem er sich auch künftig um Bibliothek und Kiosk kümmert.
Ein besonderer Moment war der Austritt langjähriger Vereinsmitglieder. Mit Applaus wurde Viktor Hürlimann verabschiedet. Er wirkte seit 2007 als Museumsführer, Ausstellungsbegleiter und engagierter Vermittler. Über viele Jahre hinweg prägte er Führungen, Sonderausstellungen und die mediale Präsenz des Vereins. Mit etwa 200 eingesandten Berichten und Vorschauen hielt er den Kontakt zu Redaktionen aufrecht und trug dazu bei, dass die Aktivitäten des Festungsmuseums über die Region hinaus wahrgenommen wurden.
Weitere austretende Mitglieder wurden mit grossem Dank für ihren Einsatz verabschiedet. Zugleich wurden neue Mitglieder vorgestellt und im Verein willkommen geheissen.
Ralf Pötzsch spricht über hybride Bedrohung
Nach dem offiziellen Teil folgte ein Referat von Ehrenpräsident Ralf Pötzsch zum Thema hybride Bedrohungen. Er zeigte auf, wie sich Bedrohungen verändert haben. Wo früher sichtbare Grenzen, militärische Anlagen und klare Fronten das Sicherheitsdenken prägten, wirken heutige Gefahren oft subtil, schleichend und schwer erkennbar. Hybride Bedrohungen beginnen nicht mit Panzern, sondern mit Desinformation, digitaler Manipulation und gezielter Verunsicherung. Das Referat machte deutlich, wie aktuell die Auseinandersetzung mit Sicherheit auch für einen historischen Ort wie den «Heldsberg» bleibt.
Beim Apéro und dem Spatz im Festungsmuseum klang der Nachmittag in geselliger Runde aus – geprägt von guten Gesprächen und Kameradschaft.
Der Verein Festungsmuseum Heldsberg freut sich jederzeit über neue Mitglieder. Mehr Infos unter www.festung.ch.
Ehrenamt trägt das Festungsmuseum Heldsberg, der Verein wächst wieder und stärkt seine Vermittlungsarbeit