Basketball vor 3 Stunden

Ein Abschied, der berührt: Andreas Walter verlässt Scorpions

Seit es die Rheintal Scorpions (vorher Basketball Diepoldsau) gibt, prägte eine Person diesen Verein ganz besonders: Trainer Andreas Walter. Nun ist für ihn nach fünf Jahren der Zeitpunkt gekommen, eine neue Aufgabe anzutreten.

Von Remo Zollinger
aktualisiert vor 3 Stunden

Im Jahr 2020 gründete sich in Diepoldsau der erste Rheintaler Basketballclub seit langer Zeit. Was in der Corona-Zeit als lockeres, sozial orientiertes Projekt begann, entwickelte sich auch dank Andreas Walter zu einem ernsthaften Sportverein mit zwei Mannschaften im Ligabetrieb. Fünf Jahre lang war er Trainer beim Club, der sich später in «Rheintal Scorpions» umbenannte. Er setzte sich mit viel Herzblut ein, absolvierte mit den Spielern auch Zusatztrainings und ordnete alles dem Sport und dem Team unter.

«Von Beginn an verfolgte er das Ziel, unseren Spielern das bestmögliche Umfeld zu bieten und sie sowohl sportlich als auch persönlich weiterzuentwickeln. Mit seinem Einsatz hat Andreas die Entwicklung unseres Vereins nachhaltig geprägt und einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, Basketball in unserer Region voranzubringen», steht im Insta-Post der Scorpions, in dem sie ihren Trainer verabschieden.

Denn: Andreas Walter zieht weiter. Ab der neuen Saison ist er U16- und U19-Trainer in der Superliga bei Pirlo Kufstein. Zusätzlich wird er als Assistant Coach im Basketball-Superliga-Programm mitarbeiten und beim Aufbau eines Nachwuchsprojekts im Tiroler Unterland mitwirken. «Für mich persönlich ist einfach der Zeitpunkt gekommen, den nächsten Schritt zu machen und mich in einem professionelleren Umfeld weiterzuentwickeln», sagt Andreas Walter.

Fünf Jahre lang war Trainer Andreas Walter mit viel Herzblut für die Rheintaler Basketballer tätig.
Fünf Jahre lang war Trainer Andreas Walter mit viel Herzblut für die Rheintaler Basketballer tätig.
Bild: Archiv/Hansueli Steiger

Den Rheintaler Verein verlässt er mit berührenden Worten. «Als ich 2021 erstmals die Halle als Coach betrat, hatte ich keine Ahnung, wohin mich die Reise führt. Blicke ich jetzt zurück, ist es verrückt, was seit diesem Tag alles passiert ist.» Der Verein hat sich mit zwei Mannschaften im Ligabetrieb angemeldet, hat Meisterschaften gewonnen, aber auch Niederlagen eingesteckt. «Es ging mir nie um Siege, Ranglisten oder Anerkennung. Es ging um die Menschen. Die meisten der Spieler kamen zu uns, weil sie etwas anderes als Fussball versuchen wollten. Fünf Jahre später sind die meisten in Basketball verliebt.»

Im letzten Jahr stellten die Rheintal Scorpions erstmals ein U22-Team. «Die Saison war voller Herausforderungen, Widrigkeiten und schwierigen Momenten. Aber diese Momente haben uns geformt. Sie haben uns dazu gezwungen, zu wachsen – als Spieler und als Menschen.» Die Mannschaften der Rheintal Scorpions sind zu Einheiten gewachsen. Sie werden auch noch bestehen, wenn Andreas Walter nicht mehr dabei ist. Er wird die Entwicklung von Kufstein aus weiterverfolgen.