Ein Rietspaziergang mit zahmen Alpakas | Der Rheintaler

Altstätten 14.10.2022

Ein Rietspaziergang mit zahmen Alpakas

Der erste Alpakarundgang im Rahmen des «Herbstferien-Spass»-Programms fand am Freitag in Altstätten statt.

Von Monika Linder
aktualisiert am 02.11.2022

Im Rahmen des «Herbstferien-Spass»-Programms von Pro Juventute hat Roger Bont in Altstätten einen Alpaka-Spaziergang angeboten. An allen drei Tagen ist der Rundgang ausgebucht. Unter Anleitung lernen die Kinder das richtige Verhalten im Umgang mit den sanftmütigen Tieren – und wie man sie richtig führt.

Was alle Alpakas gemein haben: Sie sind neugierig und friedlich, aber schreckhaft. «Wichtig ist, dass ihr ruhig bleibt» erklärt Roger Bont den Kindern vor dem ersten Rundgang am Freitag, «nicht herumfuchteln und nicht nervös werden.» Die Tiere spüren Unruhe und werden selbst nervös. Er erklärt, wie man das Halfter halten muss und wann man das Alpaka am besten loslässt, damit einem selbst und dem Tier nichts passiert.

Roger besitzt eine Herde von elf Alpakas. Die drei zahmsten sind Tim, Elija und Leo und dürfen darum mit. «Ihr dürft sie streicheln, sie beissen nicht»: Dies machte Leon Ebneter (8) aus Marbach Mut und er traute sich, Leo zu anzufassen. Silja Hungerbühler (8) aus Rebstein nahm als erste die Leine in die Hand und war bereit, mit Elija loszulaufen.

Die Runde führte vom Hof an der Unteren Burst 2 über die Schollenmühle. «Alpakas lieben Regen, aber den Föhn hier im Rheintal ertragen sie nicht so gut», erklärte Bont, als es zu tröpfeln begann. Abwechselnd durften die Kinder die Leine in die Hand nehmen und liefen mit den Alpakas den Rietweg entlang. Nur einmal erschreckten sich zwei Alpakas gegenseitig; sie rissen sich los und rannten in der Wiese im Kreis herum. Es dauerte eine Weile, bis sich Tim und Leo wieder beruhigten und der Spaziergang weiter ging.

An der Schollenmühle angekommen, durften die Kinder die Umgebung erkunden. Die Tiere ruhten sich aus. Auf dem Rückweg merkten die Alpakas, dass es zum Stall zurück geht und hatten es eiliger. Im Stall angekommen, nahm ihnen Roger die Halfter ab und die drei genossen ihre wiedergewonnene Freiheit. Am Schluss wartete noch eine Überraschung auf die Teilnehmergruppe «Jetzt gehen wir zu den anderen acht Alpakas», verkündete Bont – und die Kinder durften den Rest der Alpakaherde sehen und streicheln.