«Es ist recht streng, in dieser Hitze zu rennen. Aber der Anlass ist super», sagte eine jüngere Teilnehmerin, als sie schweissgebadet ins Ziel rannte. Eine andere Läuferin lachte und sagte: «Ich laufe lieber bei diesen Bedingungen, als wenn es so nass und kalt ist wie eine Woche zuvor.» Damals regnete es teils in Strömen, die Temperaturen lagen im einstelligen Bereich. Eine Woche später zeigte sich das Rheintal im Hochsommer.
Nicht nur die Sportlerinnen und Sportler, sondern auch viele Feierlustige kamen vorbei, um den milden Freitagabend bei Live-Musik von DJ Heiner oder den heissen Samstagnachmittag auf einem schattigen Plätzchen beim Diepoldsauer Schiessstand zu verbringen. Rhybueba-Kassier Patrick Quauka sagte: «Der Dreikampf ist immer ein Volksfest.» Dabei waren wie immer viele Familien, Kinder und Jugendliche. «Es ist schön, wenn Kids ihre Familien oder Freunde mitbringen und sich sportlich messen», so Quauka. Der Dreikampf besteht aus einem 300-Meter-Schiessen, einem Handgranaten-Zielwurf und einem 4,9-Kilometer-Lauf, der jeweils durch das idyllische Gebiet am Alten Rhein führt.
Die Gesamtsieger werden am 4. September ermittelt
Zusammen mit dem Dreikampf in Guntershausen am 4. September werden die Gewinnerinnen und Gewinner der Gesamtwertung gesucht. Letztes Jahr siegte Werner Meier in der Kategorie M30, heuer will der Altstätter diesen Titel verteidigen. Dazu hat er in Diepoldsau eine gute Basis gelegt. Er wurde hinter Lukas Fritsche aus Zürich, der mit 3326 Zählern die höchste Punkteausbeute aller Teilnehmenden erreichte, Zweiter. Das Duell zwischen den beiden war spannend. Die Differenz zwischen Fritsche und Meier betrug nach den drei Disziplinen nur 37 Punkte.
«Der HG-Zielwurf ist ein bisschen meine Schwäche», sagte Meier. Tatsächlich war er im Schiessen 75 Punkte besser als Fritsche. Beim Laufen verlor er 12 Sekunden auf seinen Konkurrenten aus Zürich. Den Ausschlag gab, wie prophezeit, der HG-Zielwurf.
Als Meier zum ersten Mal an einem Dreikampf startete, umfasste die Meisterschaft noch vier Wettkämpfe. Jene von Männedorf und Wigoltingen wurden eingestellt, geblieben sind Diepoldsau und Guntershausen. Für die Rheininsel bedeutet der Anlass zwei Tage Sport und Geselligkeit für Jung bis Alt und von den Ambitionierten bis zu den Plauschsportlerinnen und -sportlern.
«Der Sommerdreikampf in Diepoldsau ist ein schöner, familiärer Anlass, an dem man sich sportlich messen kann. Mich fasziniert, dass drei Disziplinen, in denen unterschiedliche Fähigkeiten gefragt sind, zusammenspielen», sagte Meier. Er ist meistens als Einzelstarter dabei, «aber wir haben auch schon als Familie, mit dem Vater und dem Bruder, eine Gruppe gebildet.» Als Motivation und als Vorbereitung absolviert der 37-jährige Joggingtrainings: «Die restlichen Disziplinen trainiere ich nicht gross.» Auch er geniesst nach den sportlichen Anstrengungen die gute Gesellschaft: «Es ist jeweils ein gemütliches, lustiges Zusammensitzen bei Schnitzelbrot und Bier.»
Knappe Entscheidungen in den Ranglisten
Nebst Fritsche gewannen die Diepoldsauer Samuel Züst (M20) und Matthias Koch (M40) sowie Andy Wolfensberger aus Nänikon bei den M50 und Thomas Krähenbühl aus Chur bei den M60 ihre Kategorien. Bei den Frauen siegte Sandra Reinhardt aus Ettenhausen. Rheininsler Siege gab es bei den Junioren im Dreikampf durch Nevio Spirig sowie im Zweikampf durch Danjo Bamert. Die Kategorie «Beste Diepoldsauer / beste Diepoldsauerin» aus den verschiedenen Kategorien gewannen Nevio Spirig, Rita Stöckl, Jenny Flück und Rico Bösch. Im Zweikampf siegten Ueli Weber aus Ettenhausen und Maja Baumann aus Bischofszell.
Bei allen vier Kinder-Kategorien stand ein Diepoldsauer zuoberst auf dem Podest. Die Sieger heissen Johannes Kuster, Tobias Hutter, Luca Binz und Livio Binz. Bei den Staffeln siegte der STV Sennwald I im Dreikampf und das einheimische Team «Garettengaudi» mit Valerio Spirig und Gian Frei im Zweikampf. Erste bei den Dreikampfgruppen wurden die Rhybueba I mit Werner Meier, Jonny Zäch und Thomas Krähenbühl.
Komplette Ranglisten: www.rhybueba.ch/rhybueba-diepoldsau
Ein sportliches Volksfest für Jung und Alt auf der Rheininsel