Vertreterinnen und Vertreter des Regionalen Führungsstabs Unteres Rheintal und verschiedener Partnerorganisationen trafen sich am Donnerstagabend zum Sicherheitsrapport. Der Anlass soll den persönlichen Austausch fördern und die Zusammenarbeit für einen möglichen Ernstfall stärken, wie der Regionale Führungsstab mitteilt.
Rettung St.Gallen mit 230 Mitarbeitenden
Karin Billeter, Rettungssanitäterin und Mitglied der Peergruppe IG Nord, stellte die Arbeit der Rettung St.Gallen AG vor. Die Organisation verfügt über zwölf Stützpunkte und 25 Fahrzeuge und deckt ein Gebiet von rund 1780 Quadratkilometern ab.
Rund 230 Mitarbeitende leisten laut Mitteilung jährlich etwa 23 000 Primäreinsätze. Hinzu kommen rund 9400 Sekundäreinsätze, beispielsweise Verlegungsfahrten, sowie 3450 Notarzteinsätze.
Psychische Belastungen nach Einsätzen
Ein weiterer Schwerpunkt galt der psychischen Gesundheit von Einsatzkräften. Thomas Egger, Co-Chefarzt der Klinik Valens und Mitglied der Peergruppe IG Nord, zeigte auf, wie Einsatzkräfte nach belastenden Ereignissen wieder in den Alltag zurückfinden können.
Dabei seien der offene Umgang mit psychischen Belastungen und die gegenseitige Unterstützung wichtige Elemente. Gerade nach schwierigen Einsätzen könne eine entsprechende Begleitung eine Rolle spielen.
«In der Krise Köpfe kennen»
Beim anschliessenden Nachtessen vertieften die Teilnehmenden ihre Kontakte und tauschten Erfahrungen aus. Der persönliche Kontakt ist nach Angaben des Führungsstabs ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitsrapports.
Für eine funktionierende Krisenbewältigung brauche es neben geeigneten Strukturen und Einsatzmitteln auch Verantwortliche, die sich bereits kennen und im Ernstfall unkompliziert zusammenarbeiten können.
Einsatzorganisationen vernetzen sich für den Krisenfall