Unteres Rheintal vor 1 Stunde

Einsatzorganisationen vernetzen sich für den Krisenfall

Wie können Einsatzorganisationen in einer Krise rasch und zuverlässig zusammenarbeiten? Mit dieser Frage befasste sich der diesjährige Sicherheitsrapport des Regionalen Führungsstabs Unteres Rheintal. Neben der Vernetzung standen der Rettungsdienst und der Umgang mit psychischen Belastungen von Einsatzkräften im Zentrum.

Von pd
aktualisiert vor 59 Minuten

Vertreterinnen und Vertreter des Regionalen Führungsstabs Unteres Rheintal und verschiedener Partnerorganisationen trafen sich am Donnerstagabend zum Sicherheitsrapport. Der Anlass soll den persönlichen Austausch fördern und die Zusammenarbeit für einen möglichen Ernstfall stärken, wie der Regionale Führungsstab mitteilt.

Rettung St.Gallen mit 230 Mitarbeitenden

Karin Billeter, Rettungssanitäterin und Mitglied der Peergruppe IG Nord, stellte die Arbeit der Rettung St.Gallen AG vor. Die Organisation verfügt über zwölf Stützpunkte und 25 Fahrzeuge und deckt ein Gebiet von rund 1780 Quadratkilometern ab.

Rund 230 Mitarbeitende leisten laut Mitteilung jährlich etwa 23 000 Primäreinsätze. Hinzu kommen rund 9400 Sekundäreinsätze, beispielsweise Verlegungsfahrten, sowie 3450 Notarzteinsätze.

Psychische Belastungen nach Einsätzen

Ein weiterer Schwerpunkt galt der psychischen Gesundheit von Einsatzkräften. Thomas Egger, Co-Chefarzt der Klinik Valens und Mitglied der Peergruppe IG Nord, zeigte auf, wie Einsatzkräfte nach belastenden Ereignissen wieder in den Alltag zurückfinden können.

Dabei seien der offene Umgang mit psychischen Belastungen und die gegenseitige Unterstützung wichtige Elemente. Gerade nach schwierigen Einsätzen könne eine entsprechende Begleitung eine Rolle spielen.

«In der Krise Köpfe kennen»

Beim anschliessenden Nachtessen vertieften die Teilnehmenden ihre Kontakte und tauschten Erfahrungen aus. Der persönliche Kontakt ist nach Angaben des Führungsstabs ein wichtiger Bestandteil des Sicherheitsrapports.

Für eine funktionierende Krisenbewältigung brauche es neben geeigneten Strukturen und Einsatzmitteln auch Verantwortliche, die sich bereits kennen und im Ernstfall unkompliziert zusammenarbeiten können.