Au | Heerbrugg 23.01.2026

Entscheid reifte über Weihnachten: Schulpräsident Christian Stricker tritt Ende Jahr zurück

Christian Stricker, Präsident der Primarschule Au-Heerbrugg (PSAH), stellt sich im Juni 2026 nicht zur Wiederwahl und tritt nach sechs Jahren als Schulpräsident per 31. Dezember 2026 zurück. Seine Nachfolge wird im Rahmen der ordentlichen Wahlen bestimmt.

Von pd/red
aktualisiert am 23.01.2026

Die Amtsübergabe an seine Nachfolgerin oder seinen Nachfolger erfolgt zum Zeitpunkt der geplanten Inkorporation der Schulgemeinde in die politische Gemeinde per 1. Januar 2027. Stricker war stets ein Befürworter der Einheitsgemeinde und sieht diese als grosse Chance für Au-Heerbrugg, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Inkorporation auf Hochtouren. In den vergangenen Monaten wurden zentrale Bereiche wie die Finanzverwaltung und der Personaldienst in die Gemeindeverwaltung integriert. Gleichzeitig bleibt das Tagesgeschäft anspruchsvoll: «Ich trage diese Veränderung mit grosser Überzeugung mit, auch wenn diese Phase mit einem Pensum von 55 Prozent eine grosse Zusatzbelastung bedeutet. Viele Aufgaben müssen intern erarbeitet werden, da keine externe Begleitung vorgesehen ist», wird Stricker in der Medienmitteilung zu seinem Rücktritt zitiert.

Bereits seit längerer Zeit ist Christian Stricker daher stark operativ tätig und übernimmt neben Führungsaufgaben auch zahlreiche operative Arbeiten, etwa in der Administration, der Koordination mit der Gemeinde und bei Infrastrukturfragen.

Entscheid in den Weihnachtsferien

Der Entscheid zum Rücktritt reifte gemäss Medienmitteilung während der Weihnachtsferien in Absprache mit seiner Familie, die ihn während seiner Amtszeit stets unterstützt hat. Nach sechs Jahren im Amt als Schulpräsident und mit Blick auf seinen 50. Geburtstag im kommenden Jahr sei für ihn der richtige Zeitpunkt gekommen, sich beruflich neu zu orientieren.

In seiner Amtszeit prägten mehrere bedeutende Entwicklungen die Schule Au-Heerbrugg. Gleich zu Beginn stellte die Corona-Pandemie grosse Anforderungen an Führung, Organisation und Personal. Zudem wurde die gesamte IT-Infrastruktur der Schule neu organisiert, unter anderem in Zusammenarbeit mit der OMR. Besonders herausfordernd war das anhaltend starke Wachstum der Schülerzahlen: Von 655 Schülerinnen und Schülern im Jahr 2019 auf rund 800 bis zum Sommer 2026. Parallel dazu wuchs auch das Angebot der Tagesbetreuung stark, was die enge Verbindung von Schule und Betreuung weiter stärkte.

Faire Lernbedingungen

Um die Schulqualität trotz des Wachstums zu sichern, wurden frühzeitig vorausschauende Massnahmen eingeleitet. Dazu zählt insbesondere der Projektwettbewerb für die Erweiterung des Schulhauses Wees in Au. Stricker betont:

Zusätzlicher Schulraum ist kurz- und mittelfristig zwingend notwendig. Provisorien können nur Übergangslösungen sein.

Ziel sei eine zukunftsorientierte und bedarfsgerechte Bildungsinfrastruktur mit fairen Lernbedingungen für alle Kinder.

Christian Stricker zeigt sich dankbar für die Zusammenarbeit mit dem Schulrat, der Verwaltung sowie dem gesamten Schulpersonal: «Wir haben ein hochmotiviertes Team, das täglich Grossartiges leistet. Es lohnt sich auch weiterhin, in die Zukunft unserer Kinder zu investieren.»

Mit dem Rücktritt von Christian Stricker beginnt am 1. Januar 2027 eine neue Phase der Au-Heerbrugger Schulpolitik. «Bis dahin setze mich mit voller Kraft dafür ein, dass wir unserer politischen Gemeinde eine gut aufgestellte Schule übergeben können», sagt Stricker.

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