Im Zentrum stand der Jahresbericht von Präsidentin Sonja Arnold. Das Jahr 2025 sei für die Prestegg ein «herausragendes Museumsjahr» gewesen. In Zusammenarbeit mit dem Liechtensteinischen Landesmuseum Vaduz (LLV) wurden die beiden Sonderausstellungen «Im Schatten des Krieges. Alltag im Rheintal» und «Rettende Schweiz? Flucht im Rheintal» realisiert.
Beide Ausstellungen trafen auf grosses Interesse. Bereits in den ersten drei Monaten verzeichnete die Prestegg 2720 Besuchende. Gäste reisten nicht nur aus der Region und der ganzen Schweiz an, sondern auch aus Österreich, Liechtenstein und Deutschland. Die anhaltend hohe Nachfrage sowie die breite mediale Berichterstattung – regional wie international – unterstreichen die grosse Resonanz.
Nachhaltige Sicherung des Betriebs unerlässlich
Der Aufschwung bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich: Die steigenden Besucherzahlen und die Vielzahl an Anfragen führen zu einer spürbaren Mehrbelastung für Vorstand, Team und freiwillig Engagierte. «Die bisherigen ehrenamtlichen Strukturen stossen an ihre Grenzen», hielt Arnold fest. Eine nachhaltige Sicherung des Betriebs sei deshalb unerlässlich.
Um die Zukunft des Zentrums für Geschichte und Kultur zu sichern, führte der Vorstand intensive Gespräche mit der Stadt Altstätten, der Rheintaler Kulturstiftung sowie dem Amt für Kultur des Kantons St. Gallen. Ergebnis ist eine neue Leistungsvereinbarung und ein Finanzierungsmodell für die Jahre 2027 bis 2030, die vom Stadtrat bereits gutgeheissen wurden. Die endgültige Entscheidung liegt bei der Bürgerversammlung am 6. Mai.
Auch personell gab es Veränderungen: Mirjam Zünd trat aus dem Vorstand zurück und übernimmt seit Anfang 2026 die Museumsleitung in einem 50-Prozent-Pensum. Neu in den Vorstand gewählt wurde Philippe Eichenberger. Werner Kuster unterstützt als wissenschaftlicher Beirat künftig den Bereich Sonderausstellungen.
Erfolgsjahr fordert Museum: Mehrbelastung für Vorstand, Team und freiwillig Engagierte