Motorsport vor 4 Stunden

Familie Wüst in der Steiermark doppelt in den Top Ten

Am Saisonauftakt des internationalen Renault-Clio-Bohemia-Cups fuhren auf der Formel-1-Rennstrecke des Red-Bull-Rings in der Steiermark Nico Wüst als Siebter und sein Vater Reto Wüst als Zehnter in die Top Ten.

Von Elio Crestani
aktualisiert vor 1 Stunde

Am letzten Wochenende fand auf dem Red-Bull-Ring in der Steiermark der Saisonauftakt des Renault-Clio-Bohemia-Cups statt. Insgesamt umfasst diese beliebte Rennserie sieben Veranstaltungen an verschiedenen Orten. Im Zeittraining fuhr der junge Diepoldsauer Automechaniker Nico Wüst unter 34 Teilnehmern die fünftschnellste Zeit. Damit bewies er, dass er in diesem Jahr in der «Phalanx» der besten Fünf mithalten kann und dass mit ihm zu rechnen ist. Sein Vater Reto Wüst erreichte im Training die 18. Position.

Nach einem guten Start in das erste Rennen hielt Nico Wüst den vierten Platz. Nach sieben Runden gab es wegen eines Ausrutschers eines Konkurrenten aber eine Safetycar-Phase, durch die Wüst drei Plätze verlor. Noch schlimmer kam es nach der neunten Runde: Nico Wüst wurde unschuldig brutal attackiert, sein Fahrzeug schleuderte in die Wiese. Sogar der Speaker sprach von einem «Big Crash» der Startnummer 46 aus dem Rheintal. Die Rennleitung brach danach das Rennen mit der roten Fahne ab. Und weil die Piloten schon über drei Viertel der Distanz zurückgelegt hatten, wurde das Rennen gewertet. So erreichte Nico Wüst in der Vorrunde den siebten Rang, während sein Vater Reto auf Platz zehn fuhr.

Weil Nico Wüsts schönes Auto übel zugerichtet wurde, entschied das Motorsport Team Wüst, die Autos zu verladen und nach Hause zu fahren. «Den zweiten Lauf haben wir ausgelassen», sagte ein sichtlich enttäuschter Nico Wüst. Doch es gibt aus der Motorsport-Zentrale der Diepoldsauer Löwen-Garage auch Positives zu berichten: «Wir richten den Clio bis zum Wochenende wieder her. Am Wochenende findet in Frauenfeld der Auftakt zur Schweizer Slalom-Meisterschaft statt. Da stehe ich wieder am Start», so Nico Wüst.

An den Auto-Renntagen in Frauenfeld steht auch die Rheintaler Motorsport-Legende Armin Buschor im breiten Heidegger-BMW 320 Gruppe 5 am Start. Die Ikone aus Altstätten feiert am Samstag, 18. April, seinen 74. Geburtstag. Das nächste Rennen des Clio-Bohemia-Cups findet am Wochenende vom 16. und 17. Mai im Automotodrom Grobnik in Kroatien statt.