Auf dem Kolbenstein kam es zum Saisonstart der 2. Liga zu einem Rheintaler Duell: Der FC Montlingen empfing Au-Berneck. Die Montlinger gewannen das Spiel mit 2:1. Doch je länger dieses dauerte, desto mehr hörte man von den Fans den Spruch «Wie kleine Kinder!». Was in der ersten Halbzeit ein unterhaltsames Spiel war, verkam im zweiten Durchgang zu einer fortwährenden Rangelei. Das ist etwas schade, durften die Fans doch in den ersten 20 Minuten noch drei Tore bestaunen.
Die Gäste starteten trotz der hohen Temperaturen stürmisch in die Partie. Nach nicht einmal zwei Minuten prüfte Amir Dervisevic den Montlinger Torhüter Fabio Staudacher. Dieser parierte den Schuss mit seinem linken Fuss. Montlingens Antwort kam prompt: Curdin Zoller verwandelte die erste Chance des FC Montlingen nach drei Minuten zum frühen 1:0.
Au-Berneck liess sich dadurch nicht beeindrucken. Der nächste Ball flog auf Staudacher zu, doch dieser faustete das Leder aus dem Spielfeld. Auch darauf antworteten die Montlinger unmittelbar: Ein wunderschöner Pass in die Tiefe erreichte Jan Meier, der den Ball ohne Mühe zum 2:0 in das linke untere Eck schob.
Au-Bernecks Garret Eppler verkürzt rasch auf 1:2
Auch ohne den verletzten Volkan Akyildiz beeindruckte der FC Montlingen in den ersten zehn Minuten durch eiskalte Effizienz. Auf den doppelten Rückstand gelang den Gästen zehn Minuten später aber eine Antwort. Garret Eppler erzielte für den FC Au-Berneck das erste Tor in der neuen Spielzeit. Nach dem Anschlusstreffer flachte die Partie dann erstmals etwas ab.
Der nächste Aufreger liess auf sich warten. In der 28. Minute waren es die Gäste, die mit einem Abseitsentscheid des Linienrichters sichtlich unzufrieden waren. Der freistehende Orhan Ademi wäre alleine auf Staudacher zugelaufen. Es blieb nicht bei der einen heiklen Situation für den Unparteiischen. In der 33. Minute köpfte Baha Alsufi den Ball zum 2:2 ins Tor von Staudacher, doch auch hier pfiff der Schiedsrichter eine Abseitsposition. Der vermeintliche Torschütze war sichtlich verärgert darüber.
Die Montlinger hatten sich lange auf ihrem Vorsprung ausgeruht und gingen erst kurz vor der Halbzeit wieder in die Offensive. Etwas Zählbares kam dabei aber nicht heraus. Zur Pause führte das Heimteam mit 2:1, doch die Gäste von Au-Berneck schlugen sich tapfer.
Die Gäste spielen gut mit, treffen aber nicht
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte das Team des neuen Trainers Ralph Heeb, dass es diese Saison oben mitspielen will. Immer wieder kamen die Gäste über die Seiten, ein weiterer Torschuss gelang jedoch vorerst nicht. Die Partie wurde indes hektischer. Zu Beginn waren es noch Kleinigkeiten, aber in der 59. Minute sah Montlingens Curdin Zoller die zweite gelbe Karte und musste den Platz frühzeitig verlassen. Die Qualität der Partie nahm ab, besonders im Vergleich zu den ersten 20 Minuten. Beim Heimteam machten sich auch die Verletzung von Topstürmer Akyildiz und Zollers rote Karte bemerkbar. Es bot offensiv kaum noch etwas, war aber dank der Führung im Rücken auch nicht unter Zugzwang.
Trotz Überzahl wirkten die Gäste zu verkrampft. Gefährliche Aktionen gelangen ihnen nicht mehr. Epplers Abschluss in der 76. Minute war die beste Chance der Blau-Gelben, diese stellte für Staudacher aber kein Problem dar. Dennoch war Eppler der gefährlichste Akteur Au-Bernecks in der zweiten Halbzeit. Auch der eingewechselte Fitim Ramadani konnte die Niederlage zum Saisonauftakt nicht mehr verhindern: Staudacher parierte seinen Freistoss sehenswert und sicherte dem FC Montlingen damit drei Punkte. So gewann das Team von Trainer Adi Brunner die Partie schlussendlich mit 2:1.
FC Montlingen gewinnt das Derby gegen Au-Berneck zum Auftakt mit 2:1