Was wäre ein Leben ohne sie, die Liebe – dieses vielgestaltige, manchmal sanfte, manchmal überwältigende Phänomen, das uns alle früher oder später in seinen Bann zieht. Nicht nur die grosse, romantische Liebe, sondern auch die Geborgenheit in einer alten Freundschaft, die stille Zuneigung zu einem Tier, das Aufgehen in einem Buch, die Leichtigkeit einer Sommerliebe, die Hingabe an die Musik, oder jene Liebe, die nie gelebt wurde – und dennoch ein Leben lang mitgeht.
Das fünfte Stück von AST AltStätter Theater nimmt all diese Facetten auf. «Fifty Shades of Liebi» zeigt wahre Geschichten: von der Liebe, die im Alltag unter Geschirrstapeln und Terminstress verschüttet wird; von der grossen Abneigung, die sich – man glaubt es kaum – in etwas Fulminantes verwandelt; von der Nächstenliebe, die manchmal so leicht nicht umzusetzen ist; und von jener Liebe, die sich in Jahrzehnten gemeinsamen Lebens ganz leise aus dem Staub gemacht hat. Geschichten, die das Ensemble aus dem eigenen Leben schöpft – anonym, aber unverwechselbar wahr.
Regisseurin Ursula Bardorf hat diese persönlichen Erfahrungen mit dem Phänomen der Liebe gemeinsam mit dem Ensemble zu einem szenischen Spiel verdichtet, das berührt, zum Schmunzeln bringt und vielleicht auch die eine oder andere Wehmut ans Tageslicht holt. Man sitzt im Publikum und denkt still bei sich: «Ach ja, genau so war das bei mir auch.»
Eingewoben in die Szenen erklingen Liebeslieder, die vom Männerchor Altstätten vierstimmig vorgetragen werden und mit ihren Melodien den Geschichten Tiefe und Raum geben, mal nachdenklich, mal heiter, aber immer mittendrin im Leben.
«Fifty Shades of Liebi» ist kein Stück über die Liebe, wie sie im Kino aussieht. Es ist ein Abend über die Liebe, wie wir sie wirklich kennen – mit all ihren Höhen, ihren stillen Momenten, ihren verpassten Chancen und ihren kleinen, alltäglichen Wundern.
Zu sehen ist das Stück vom 24. April bis 2. Mai auf der Bühne des Diogenes Theaters in Altstätten.
Mehr Infos: www.ast-altstaettertheater.ch
«Fifty Shades of Liebi» – ein Theaterabend im «Diogenes», der unter die Haut geht