Walzenhausen 13.06.2026

Gemeinde informiert Bevölkerung über die Trinkwasserqualität

Erhöhte PFAS-Werte in einzelnen Quellen haben zu Fragen rund um die Trinkwasserversorgung geführt. Der Gemeinderat reagiert darauf mit Transparenz.

Von pd
aktualisiert am 13.06.2026

Der Gemeinderat hat entschieden, die Bevölkerung verstärkt über die Qualität des Trinkwassers zu informieren. Damit reagiert die Gemeinde auf das steigende Informationsbedürfnis, insbesondere zum Thema der «Ewigkeitschemikalien» PFAS. Das Trinkwasser in Walzenhausen ist von sehr guter Qualität, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung.

Die Gemeinde Walzenhausen deckt rund 90 Prozent ihres Trink- und Löschwassers aus den Grundwasserbrunnen der Gemeinschaftswasserversorgung in St. Margrethen. 10 Prozent stammen aus gemeindeeigenen Quellen. Das Leitungswasser in den Haushalten entspricht normalerweise einem Gemisch aus Grund- und Quellwasser in diesem Verhältnis. 

Proaktiv Wasserproben entnommen

In den vergangenen Monaten sind per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS, sogenannte Ewigkeitschemikalien) vermehrt in den Fokus der Öffentlichkeit und der Medien gerückt. Auch in Walzenhausen wurden im Rahmen von Untersuchungen erhöhte PFAS-Werte in einzelnen gemeindeeigenen Quellen festgestellt. Dies haben Wasserproben ergeben, welche die Gemeinde proaktiv vor dem kantonalen Messprogramm dem Labor zur Untersuchung eingereicht hatte. 

Grenzwert am Wasserhahn nicht überschritten

Die betroffenen Quellen wurden bereits im März 2025 vorsorglich vom Netz genommen und werden seither nicht mehr zur Trinkwasserversorgung genutzt. Dies, obschon durch das Mischen von Grund- und Quellwasser die PFAS-Werte in den Haushalten nicht über den Grenzwerten lagen. Das Trinkwasser der Gemeinde Walzenhausen stammt aktuell vollständig aus dem Grundwasser der Gemeinschaftswasserversorgung St. Margrethen. Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse bestätigen, dass dieses Wasser nicht nur den gesetzlichen Anforderungen entspricht, sondern sogar von sehr guter Qualität ist. 

Transparenz für die Bevölkerung schaffen

Der Gemeinderat versteht, dass die PFAS-Thematik bei Teilen der Bevölkerung Fragen auslöst. «Uns ist wichtig, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner gut informiert fühlen und Vertrauen in die öffentliche Wasserversorgung haben», sagt Gemeindepräsident Michael Litscher. «Deshalb haben wir entschieden, offensiver und nachvollziehbarer über PFAS und die Trinkwasserqualität zu informieren.» 

Derzeit arbeitet die Gemeinde an einer Kommunikationsstrategie, die festlegt, wie und über welche zusätzlichen Kanäle die Bevölkerung künftig regelmässig über die Trinkwasserqualität informiert wird. Ziel ist eine sachliche und verständliche Kommunikation. «Die Bevölkerung soll wissen, woher ihr Trinkwasser stammt, wie dessen Qualität beurteilt wird und dass wir Entwicklungen aufmerksam verfolgen», so der Gemeindepräsident.

Die Gemeinde Walzenhausen versteht ihre Kommunikation als Ergänzung zu den Informationen des Kantons und fokussiert sich klar auf ihre Verantwortung für die öffentliche Trinkwasserversorgung.