Altstätten • vor 57 Minuten

Hochwasserschutz am Brendenbach steht kurz vor dem Abschluss

Nach rund 17 Monaten Bauzeit sind die Hauptarbeiten am neuen Geschiebesammler Weidest weitgehend abgeschlossen. Das Bauwerk soll künftig verhindern, dass bei Hochwasser grosse Mengen Geröll und Schwemmholz ins Siedlungsgebiet gelangen.

Von pd
aktualisiert vor 56 Minuten

Rund 56 570 Tonnen Material, 65 Tonnen Stahl und 1500 Kubikmeter Beton: Der Bau des neuen Geschiebesammlers Weidest am Brendenbach in Altstätten ist mit umfangreichen Arbeiten verbunden. Nach rund 17 Monaten stehen diese nun kurz vor dem Abschluss. Am vergangenen Freitag bedankte sich die Stadt im Rahmen eines Aufrichtfests bei allen Beteiligten.

Für das Hochwasserschutzbauwerk wurden insgesamt 35 357 Kubikmeter Material ausgehoben. Das entspricht rund 2357 Lastwagenladungen. Hinzu kamen 65 Tonnen Stahl zur Verstärkung der Bauwerke sowie 1500 Kubikmeter Beton.

«Die Zahlen zeigen eindrücklich, was hier in den vergangenen zwei Jahren geleistet wurde», sagte Othmar Fischlin, Präsident der Bachkommission, am Aufrichtfest. Ein solches Projekt sei nur möglich, wenn viele Beteiligte zusammenarbeiteten. Besonders erfreulich sei, dass die Bauarbeiten bisher planmässig und ohne Unfälle verlaufen seien.

Trockenheit begünstigte die Bauarbeiten

Der trockene Sommer 2026 kam den Bauarbeiten entgegen. Insbesondere der Aushub im Bereich des Geschiebesammlers wurde dadurch erleichtert. Dank des niedrigen Wasserstands im Brendenbach konnten auch die Betonsperren zügig erstellt werden.

Spielt das Wetter weiterhin mit, sollen die letzten Arbeiten bis Ende November abgeschlossen sein.

Platz für 12 000 Kubikmeter Material

Der neue Geschiebesammler kann bei einem Hochwasser bis zu 12 000 Kubikmeter Geschiebe und Schwemmholz zurückhalten. Dadurch soll verhindert werden, dass mitgeführtes Material bachabwärts Brücken und Durchlässe verstopft und Überschwemmungen verursacht.

Zusammen mit dem bereits bestehenden Kiesfang Obermüli soll das neue Bauwerk den Hochwasserschutz für das Siedlungsgebiet von Altstätten verbessern.