Beinahe 1000 Personen besuchten die Aufführungen der Theater Company im Diogenes-Theater Altstätten. Der Zuspruch war gross und eine spontan angesetzte Zusatzvorstellung war auch ausverkauft. Das von Kuno Bont inszenierte Stück «Die Verwandlung» sprach den Digital-Stress älterer Menschen an und traf den Nagel auf den Kopf. Die als Persiflage angelegte Handlung – sinnigerweise von einer Stubenfliege (Dario Cantieni) erzählt – kam beim Publikum als griffiges und witziges Schauspiel an. Die Zuschauer waren von der Spielfreude des Ensembles, ihren Kostümen und ihrer Kreativität in der Vermittlung angetan.
Menschen verwandeln sich in Tiere
Ein Höhepunkt bildete der Schlussauftritt der Spielenden, die sich – mit dem Fortgang des Stückes immer absehbarer – von Menschen in Tiere verwandelten. Erstaunen lösten die kunstvollen Masken aus, die unter der Leitung von Thomas Pitsch in der Malia Stiftung in Altstätten entstanden waren. Applaus ernteten auch die Kostüme von Renate Arends und Steffanie Lombardo.
Schöner als die wildesten Träume
Das von Kuno Bont und Assistentin Christina Xenia Klein inszenierte Stück sprühte vor Tempo, humorvollen Anspielungen und lustig-nachdenklichen Entlehnungen des Alltagsgeschehens. Den beiden gelang es, eine Theaterfamilie zu formen und bei den Beteiligten die Freude am Theaterspielen neu zu wecken. «Wir haben etwas Ausserordentliches erleben dürfen – etwas, das wir uns in den wildesten Träumen nie vorgestellt haben», fasst ein Ensemblemitglied zusammen. Möglich war dies, weil jeden Abend auch zahlreiche Helferinnen und Helfer für die Produktion im Einsatz standen.
Humorvoll und bissig: «Die Verwandlung» trifft den Nerv des Publikums