In St.Margrethen muss man ab September fürs Parkieren bezahlen | Der Rheintaler

St. Margrethen 07.06.2023

In St.Margrethen muss man ab September fürs Parkieren bezahlen

Parkplätze sind ein knappes Gut, schreibt die Gemeinde St.Margrethen in einer Mitteilung. Deswegen seien ab September alle Parkplätze im Ortszentrum und beim Naturschutzgebiet Eselschwanz kostenpflichtig.

Von gk
aktualisiert am 07.06.2023

Der Gemeinderat beabsichtigt, die im Rahmen der Ortsplanungsrevision thematisierte Parkplatzbewirtschaftung schrittweise umzusetzen. In die erste Etappe fallen das Ortszentrum sowie das Natur- und Landschaftsschutzgebiet Eselschwanz. Der Gemeinderat hat der Beschaffung von neun Parkuhren der Digitalparking AG, Dietikon, mit Kosten von 61'000 Franken zugestimmt. Ende 2021 hatten über 750 Gemeinden und Städte Lösungen dieser führenden Firma für öffentliche Parkplätze installiert. Die Parkplätze sind neu zu signalisieren, und es ist auf die erforderlichen Gebühren hinzuweisen. Entsprechend sind die Bodenmarkierungen neu zu malen und die Parkuhren zu installieren. Dies führt zu baulichen Aufwendungen von rund 28'000 Franken. Die kostenpflichtige Parkplatzbewirtschaftung im Zentrum und im Eselschwanz wird am 1. September eingeführt.

Differenzierte Regelungen im Zentrum

Die Parkraumzone Zentrum wird in drei Zonen mit abweichenden Gebührenregelungen eingeteilt, weil in diesen Gebieten unterschiedlichen Problemstellungen begegnet werden muss. Allen Zonen im Zentrum gemein ist, dass keine Dauerparkkarten mehr ausgestellt werden, jedoch eine durchgehende Kostenpflicht gilt. Die Gratisparkzeit ist in allen Zonen auf eine Stunde beschränkt.

Parkplatzbewirtschaftung im Zentrum.
Parkplatzbewirtschaftung im Zentrum.
Bild: gk

In der Zone 1 Bahnhofplatz beträgt der Stundentarif zwischen 7 Uhr und 19 Uhr 1 Franken. Zwischen 19 Uhr und 7 Uhr liegt er bei 50 Rappen.

In der Zone 2 Mitteldorf (Grenz-, Park-, Bahnhofstrasse Nord) stellt die Bewirtschaftung eine Lenkungsmassnahme gegen Dauerparkierer dar, welche die Parkplätze im Zentrum zunehmend belegen und den Kunden der Gewerbebetriebe entziehen. Der Tarif ist der gleiche wie in der Zone 1.

In der Zone 3 Gemeindehaus (Gemeindehaus, Hauptstrasse, Bahnhof­strasse Süd) müssen erhöhte Tarife angewendet werden, damit die Kunden des Mineralheilbades und des Hotels Ibis Styles die ihnen zugedachten Parkhausplätze nutzen. Heute parkieren viele rund um das Gemeindehaus. Die Gebühren werden deshalb tagsüber doppelt so hoch, also bei 2 Franken pro Stunde, angesetzt. Über Nacht betragen sie 50 Rappen pro Stunde.

Parkraumbewirtschaftung Eselschwanz

Handlungsbedarf sieht der Gemeinderat auch im beliebten Naherholungsgebiet Eselschwanz. Dort ist die Anzahl der Parkplätze aus Natur- und Umweltschutzgründen limitiert. Leider werde der Parkplatz vermehrt über längere Zeiträume als Ausgangspunkt für Velotouren im Bodenseeraum oder als Abstellplatz für Arbeitspendler, die sich zu Fahrgemeinschaften zusammenschliessen, zweckentfremdet, stellt der Gemeinderat fest. Mit einer Gebührenpflicht soll dieser unerwünschten Entwicklung entgegengewirkt werden. Es wird eine ganztägige Parkgebühr von 1 Franken pro Stunde eingeführt.

Parkplatzbewirtschaftung Eselschwanz
Parkplatzbewirtschaftung Eselschwanz
Bild: gk

In folgenden Etappen wird die Bewirtschaftung weiterer Zonen folgen. Darunter fallen das Bruggerhorn, der Sportplatz Rheinau, die Schulanlagen und weitere kommunale Anlagen.