Diepoldsau vor 2 Stunden

Kampf gegen die Quaggamuschel: Gemeinde klärt mit Kampagne auf

Die Gemeinde Diepoldsau lanciert gemeinsam mit österreichischen Nachbargemeinden eine Informationskampagne zum Schutz des Alten Rheins. Ziel ist es, die Einschleppung invasiver Arten wie der Quaggamuschel zu verhindern.

Von gk
aktualisiert vor 2 Stunden

Gebietsfremde Arten können die Gewässer, Ökosysteme und Infrastruktur nachhaltig schädigen. Ein bekanntes Beispiel ist die Quaggamuschel. Sie stammt ursprünglich aus dem Schwarzmeerraum und wurde in der Schweiz erstmals 2014 nachgewiesen. Seither hat sie sich stark ausgebreitet. Im Bodensee ist sie heute flächendeckend vorhanden. Die Auswirkungen sind erheblich.

Durch ihre flächendeckende Ausbreitung bis in grosse Wassertiefen stört sie das ökologische Gleichgewicht und verdrängt einheimische Arten. Sie filtert grosse Mengen Wasser und entzieht ihm dabei Nährstoffe, die als Grundlage für die Nahrungskette dienen und somit auch den Fischen fehlen. Zudem verursacht sie Probleme an technischen Anlagen, was hohe Unterhaltskosten verursachen kann.

Wassersportgeräte müssen gründlich gereinigt werden

Invasive Arten verbreiten sich häufig unbemerkt über Freizeitaktivitäten. Deshalb setzt die Kampagne gezielt bei der Bevölkerung an. An Stand-up-Paddles, Booten, Schwimmhilfen, Wassersportgeräten, Tauch- und Fischereiausrüstung können Tiere, Larven oder Kleinstorganismen von einem Gewässer ins andere übertragen werden. Die zentrale Botschaft lautet deshalb: Reinigen, Kontrollieren, Trocknen. Die Ausrüstung soll vor jedem Gewässerwechsel gründlich gereinigt, kontrolliert und vollständig getrocknet werden.

Um eine Ausbreitung im Alten Rhein zu verhindern, setzt die Gemeinde auf flächendeckende Information der Bevölkerung. Ab morgen Freitag, 1. Mai, stellen die Gemeinden an allen wichtigen Zugängen zum Alten Rhein Hinweistafeln auf. Allein in Diepoldsau sind etwa zwölf Standorte vorgesehen. Begleitend zur Plakataktion wird die Bevölkerung über alle Informationskanäle informiert.

Die Kampagne ist langfristig angelegt und soll in den kommenden Jahren weitergeführt werden. Ziel ist es, die Ausbreitung invasiver Arten frühzeitig zu verhindern. Denn haben sich invasive Arten einmal etabliert, sind sie kaum mehr zu bekämpfen. Die Bevölkerung wird aufgefordert, mit einfachen Massnahmen aktiv zum Schutz des Alten Rheins beizutragen. 

Mehr Informationen gibt es hier: www.igkb.org.