Sie öffnet Räume, in denen sich das Menschliche in all seinen Facetten, monumental und filigran, archaisch und flüchtig, zeigt.
Katharina Bierreths künstlerisches Schaffen umfasst Skulptur, Installation und Grafik. Neben der klassischen Bildhauerei experimentiert sie mit Materialien und deren physikalischen Belastbarkeiten, um neue ästhetische Ausdrucksformen zu entwickeln. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Frage der Wahrnehmung: «Welche Bedeutungen schreiben wir den Dingen zu, die uns umgeben? Welche Erwartungen knüpfen wir an Materialien, Formen und Symbole, und wo beginnen unsere Sinne, uns zu täuschen?»
Unscheinbar, irritierend und kaum wahrnehmbar
Bierreths Werke laden dazu ein, sich dem Unscheinbaren, Irritierenden und kaum Wahrnehmbaren zu stellen und eigene Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen. «Als Bildhauerin und bildende Künstlerin interessiere ich mich für das Flüchtige, das kaum Wahrnehmbare, das Unscheinbare oder auch das Irritierende, das uns verunsichert und uns täglich begegnet», beschreibt sie ihren Ansatz. Mit unterschiedlichen Werkstoffen versucht sie, das Ephemere festzuhalten und für den Betrachter oder die Betrachterin unmittelbar erfahrbar zu machen.
Katharina Bierreth-von Hartungen, 1965 in Innsbruck geboren, lebt und arbeitet seit 2001 in Mauren, Liechtenstein. Ihre Werke sind in mehreren öffentlichen Sammlungen vertreten, unter anderem bei der Kulturstiftung Liechtenstein. Zudem war sie an renommierten Ausstellungen beteiligt, etwa an der Schweizerischen Triennale der Skulptur in Bad Ragaz sowie an der internationalen Biennale in Andorra.
Der Kulturverein Widnau lädt zur Vernissage am Samstag, 31. Januar, um 18 Uhr ins Foyer der Raiffeisenbank Mittelrheintal. Die Ausstellung dauert bis Ende Februar.
Katharina Bierreth zeigt Kunst zwischen Stille, Tanz und Mensch