Die Gemütslage der beiden Teams, die sich am Samstag ab 19 Uhr begegnen, könnte nicht unterschiedlicher sein. Während die Gastgeber ohne Verlustpunkt von der Tabellenspitze der Premium-League-Gruppe B grüssen, warten die Luzerner noch auf ihren ersten Punkt in der höchsten Liga.
Wie steht es um die Luzerner Moral?
Den Gästen aus dem Luzerner Hinterland war vor dem Saisonstart bewusst, dass sie in der Premierensaison hartes Brot essen müssen. Einzig gegen Weinfelden hatte man sich ernsthafte Chancen auf ein Erfolgserlebnis ausgerechnet. Die Realität war dann härter als befürchtet: Gegen den Thurgauer Mitaufsteiger gab es eine in dieser Deutlichkeit nicht erwartete 12:25-Heimniederlage. Nun tritt Ufhusen zum Rückkampf gegen den Leader an, und es ist aus Sicht des Teams von Trainer Bruno Achermann zu befürchten, dass die Negativserie ihre Fortsetzung findet.
Zwei Dinge lassen diesen Schluss zu, ohne überheblich zu wirken. Einerseits zehrt es an der Moral und am Selbstbewusstsein einer Mannschaft, wenn sie sich von einem Spitzenteam in der Challenge League zu einem Dauerverlierer entwickelt – obwohl man sich dessen im Vorfeld bewusst war. Zum anderen hat Kriessern am letzten Samstag zum Auftakt in die Rückrunde einen überzeugenden Auftritt abgeliefert. Gegen Weinfelden gingen neun von zehn Duellen an die Gelb-Schwarzen. Die Rheintaler waren konzentriert und kompromisslos; sie liessen dem Gegner keine Luft zum Atmen.
Bringen sie diese Pace auch am Samstag auf die Matte, werden sie die nächsten zwei Punkte ins Trockene bringen. Was für Ufhusen spricht, ist einzig die Tatsache, dass es in Kriessern absolut unbelastet antreten kann – niemand erwartet von den Luzernern einen Sieg. Die Erwartungshaltung an die Hausherren ist demgegenüber klar, doch das Team von Udo Raunjak hat viel Erfahrung, mit diesem Druck umzugehen.
Das «Zwei» der RSK hat nur einen Kampf
Vor dem Hauptkampf tritt auch die zweite Mannschaft der RSK am Samstag zu Hause an. Weil der Zürcher Ringerclub gar nicht erst zur Meisterschaft angetreten ist, bleibt es dabei beim Kampf gegen Weinfelden II. Doch die Promotion-League-Runde umfasst noch mehr Teams: Auch Oberriet-Grabs II, Einsiedeln II, Winterthur und Rapperswil-Jona sind in Kriessern dabei. Ab 14 Uhr gibt es in der Mehrzweckhalle also nicht weniger als fünf Mannschaftskämpfe zu sehen.
Kriessern empfängt am Samstagabend das Tabellenschlusslicht