Fussball • vor 3 Stunden

Leader Bad Ragaz zeigt dem FC Rüthi die Grenzen auf

Am Sonntag kam es in Rüthi zum Spitzenspiel der 2. Liga regional: Rüthi traf auf den Leader aus Bad Ragaz und hätte mit einem Sieg verkürzen können. Doch die Bojaxhi-Elf verlor die Partie am Ende deutlich mit 1:4.

Von David Spirig
aktualisiert vor 3 Stunden

Der Rheinblick war am Sonntag gut besucht – die Ausgangslage im Spiel zwischen Rüthi und Bad Ragaz war spannend. Der Zweitplatzierte aus dem Oberrheintal lag sechs Punkte hinter dem Leader aus dem Heidiland und wollte mit einem Sieg diesen Rückstand halbieren. Doch auch abgesehen davon, dass es ein Spitzenspiel war, zeigen die beiden Teams unterhaltsamen Fussball: 69 Tore hatten Rüthi und Bad Ragaz vor dem Aufeinandertreffen in dieser Saison schon erzielt. Und es sollten noch fünf dazukommen.

Das Heimteam zeigte in der Anfangsphase, dass es den Tabellenersten ärgern wollte. Nach acht Minuten hatte Rüthi die erste Riesenchance. Captain Sven Städler köpfte den Ball nach einer perfekten Hereingabe aufs Tor, aber Zappala im Tor der Gäste zeigte eine schöne Flugeinlage und parierte den wuchtigen Abschluss. Bad Ragaz hatte deutlich mehr Mühe als gegen den FC Montlingen, wo es vor ein paar Wochen zu Gast gewesen war. Das Team von Trainer Granit Bojaxhi stand hinten stabil und liess in der Anfangsphase nichts zu.

Der erste Abschluss führte zum ersten Gegentor

Doch die Bad Ragazer wurden besser und der Druck auf das Heimteam nahm zu. Rüthi wusste sich oft nur noch mit Fouls zu helfen, um die schnellen Offensivspieler der Gäste aufzuhalten. In der 24. Minute war es dann die Nummer 24 der Gäste, Noel Sprecher, der sich schön freilief und den Ball an Joris Hallauer vorbei ins Tor schob. Die Gäste gingen  mit dem ersten Schuss aufs Tor in Führung. Und sie wollten nachdoppeln. Eine Minute später probierte es Gian Luca Mühlebach von ausserhalb des Strafraums, diesmal parierte Hallauer im Tor. Doch die Rüthner waren nicht geschockt und hatten drei Minuten nach dem 0:1 einen Standard, der bei Bad Ragaz Gefahr erzeugte. Wieder war es Städler, der sich am höchsten in die Luft schraubte, aber über das Tor köpfte.

Neben der Effizienz machte auch die Abseitsfahne dem Heimteam in der ersten Halbzeit einen Strich durch die Rechnung. Alessandro Kräuchi lief zweimal alleine auf das Ragazer Tor zu, wurde aber vom Linienrichter zurückgepfiffen. So stand es nach 45 Minuten 1:0 für die Gäste. Rüthi startete auch nach dem Seitenwechsel mit viel Zug nach vorne. Und erneut war es ein Standard, der für die Gäste gefährlich wurde. Nach mehreren Abschlussversuchen, die Bad Ragaz noch blocken konnte, war es Simon Gebhart, der richtig stand und den Ball zum 1:1 ins Tor nickte. Die Partie war wieder ausgeglichen.

Am Ende reicht es nicht zu Punkten

Die Antwort des Tabellenführers liess nicht lange warten. Nach einem Freistoss wurde die Situation unübersichtlich; der Ball landete bei Alfonso Pinheiro, der nur noch einschieben musste. Dann kam es noch schlimmer für das Team von Granit Bojaxhi: Drei Minuten nach dem 1:2 erzielte Orlando Caluori das dritte Tor für die Gäste. Die Rüthner strauchelten, und Djodjo Mbuni, der einen starken Auftritt zeigte, tankte sich in der 64. Minute auf der linken Seite durch und schlenzte den Ball wunderschön zum 4:1 ins lange Eck. Die Gäste hatten die Partie innert zwölf Minuten entschieden.

Die Rüthner konnten darauf nicht mehr reagieren. Sie hatten 50 Minuten lang einen starken Auftritt gezeigt, dann aber die Partie komplett aus der Hand gegeben. Die zweiten Bälle gehörten nach dem Ausgleich immer den Gästen. Und auch defensiv zeigte der Zweitplatzierte Schwächen, nachdem er in der ersten Halbzeit kaum etwas zugelassen hatte. Was als ausgeglichener Kampf begonnen hatte, endete für Rüthi mit einer klaren 1:4-Pleite.