Zahlreiche Gäste fanden sich kürzlich im Museum Prestegg ein, um die Lesung des Autors Peter Sutter zu besuchen. In seinem Buch «Mein Haus soll deine Heimat sein» erzählt er die Geschichte einer afghanischen Flüchtlingsfamilie, die sein Leben nachhaltig verändert hat. Das Buch schildert, wie aus einer ersten Begegnung beim Deutschunterricht eine enge Freundschaft entstand und schliesslich die Aufnahme der Familie in sein eigenes Haus.
Zeugnis von Menschlichkeit und Solidarität
Mit ausgewählten Passagen aus seinem Buch vermittelte Peter Sutter eindrücklich die Lebensgeschichte der Familie. Die Zuhörerinnen und Zuhörer erhielten Einblicke in die schwierigen Lebensbedingungen in Afghanistan, die Flucht in den Iran, die Trennung der Familie und den langen Weg in ein sicheres Leben. Gleichzeitig erzählte Sutter von den kleinen und grossen Momenten des Alltags, die aus Fremden Freunde und schliesslich eine erweiterte Familie werden liessen.
Ein besonders bewegender Moment des Abends war die Anwesenheit von Nazanin, der Schwester von Ela. Ihre Geschichte nimmt im Buch ebenfalls einen wichtigen Platz ein. Peter Sutter las ein kurzes Statement von ihr vor, in dem sie sich für die erfahrene Unterstützung und Solidarität bedankte. Viele Anwesende verfolgten ihre Worte mit grosser Anteilnahme.
Das Publikum zeigte sich tief beeindruckt – einerseits von der bewegenden Geschichte der afghanischen Familie, andererseits vom aussergewöhnlichen Engagement des Autors. In den anschliessenden Gesprächen wurde deutlich, wie sehr die persönlichen Schilderungen berührten. Die Lesung machte sichtbar, dass hinter dem Begriff «Flüchtlinge» Menschen mit Hoffnungen, Ängsten und Lebensgeschichten stehen. Der Abend im Museum Prestegg wurde damit weit mehr als eine Buchvorstellung.
Er wurde zu einem eindrücklichen Zeugnis von Menschlichkeit, Gastfreundschaft und gelebter Solidarität – und zu einer Erinnerung daran, wie viel ein einzelner Mensch bewirken kann, wenn er bereit ist, Verantwortung zu übernehmen.
Lesung von Peter Sutter im Museum Prestegg berührt das Publikum