Im Februar nahm die Liechtensteiner Nationalmannschaft am WM-Qualifikationsturnier im slowakischen Trencin teil. Sie durfte nach einem 3:2-Sieg gegen Island im zweiten Spiel sogar von einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft träumen. Der Traum platzte zwar nach einer Niederlage gegen Dänemark, am Ende resultierte aber ein sechster Rang. Damit gelang die Egalisierung der besten Rangierung, erstmals erreicht vor vier Jahren. Im letzten Spiel gegen Österreich standen die Liechtensteiner nahe an einer Überraschung.
Der «Vater» hinter der erfreulichen Entwicklung des Teams heisst Marco Kipfer. Der gebürtige Bieler, der im Werdenberg heimisch wurde und lange in Liechtenstein arbeitete, betreut die Nati seit zehn Jahren. Unter ihm entwickelte sich das Team vom Prügelknaben zum ernstzunehmenden Kontrahenten.
Eigentlich wollte Kipfer nach dem Turnier in der Slowakei sein Amt abgeben, Teamleitung und Mannschaft konnten ihn aber umstimmen. Das Qualiturnier im November 2027 wird aber definitiv Kipfers «letzter Tanz» mit der Nationalmannschaft. Das Turnier wird so oder so zu einer Zäsur. Letztmals wird im bisherigen Modus – alle Teams bis auf den WM-Ausrichter spielen Turniere mit vier bis fünf Mannschaften – ausgetragen.
«Wir sind wahnsinnig froh, dass Marco Kipfer seinen Entscheid revidiert hat. Die Entwicklung des Teams unter ihm ist einfach eindrücklich», sagt Liechtensteins Teammanager Franz Maurer. Zudem hat die Teamleitung nun Zeit, einen Nachfolger zu suchen. «Auch wenn die Fussstapfen gross sind», so Maurer, «wir hoffen, dass die Nachfolge bald geregelt werden kann.» Mit Kipfer hat auch Assistenztrainer Remo Frei verlängert. Der Widnauer wird im nächsten Jahr zum dritten Mal das Team Liechtenstein mitbetreuen.
Marco Kipfer und Remo Frei bleiben bei Liechtensteins Nationalteam