Die Zahl von gut 130 Mädchen und erwachsenen Damen sowie fünf Herren bewies das grosse Interesse an diesem Breitensport-Wettkampf. Das Einzugsgebiet ging sogar über die Ostschweiz hinaus. Ein Grossteil der Auswärtigen kam aus dem Bündnerland, einige wenige aus St.Gallen, Herisau oder Frauenfeld. Die längste Anfahrt hatten die Sportlerinnen aus Zug, Aarau oder dem Bernbiet. Mit über 40 Läuferinnen stellte der gastgebende Eislaufverein Mittelrheintal ein Drittel der Teilnehmenden, und er holte mit Abstand am meisten Podestplätze.
Schon um halb acht begann der Wettkampf mit den Erst- und Zweit-Stern-Kindern, die in einem Parcours die Basiselemente des Kunstlaufens erstmals vor einem Preisgericht zeigten. Dann folgten die Kürkategorien; das Niveau wurde anspruchsvoller, die Choreografien raffinierter. Und der Widnauer Eislaufverein konnte sich freuen: In praktisch jeder Kategorie standen zwei eigene Läuferinnen auf dem «Stockerl».
Kategorien für Erwachsene mit immer mehr Zulauf
Nach den Küren der Dritt-Stern-Gruppe wechselte der Wettkampf den Charakter: Nun war die Reihe an den 19 erwachsenen Läuferinnen und einem Läufer. In verschiedenen Stärke- und Alterskategorien bewiesen sie, dass es für Eiskunstlauf nie zu spät ist. Im zweithöchsten Adult-Niveau angetreten, bekam die amtierende Aktiv-Vereinsmeisterin Carla Scherrer für ihre quirlige Kür mit Doppelsprüngen bis und mit Lutz gut 50 Punkte.
Sportlicher Vorstand des EVM holt Medaillen
Beachtenswert ist, dass vom Vereinsvorstand nebst Präsidentin Iris Kalkmann drei weitere Mitglieder in Erwachsenen-Kategorien starteten und je zwei Gold- und Silbermedaillen holten. Für die hervorragende Organisation des Wettkampfs hätten sie eine weitere Medaille verdient.
Nach den Erwachsenen folgte eine grosse Viert-Stern-Gruppe; auch hier gingen Silber und Bronze an den Heimclub. Der sportliche Teil endete mit den Läuferinnen der untersten nationalen Testkategorien Interbronze und Bronze. Hier sah man den einen oder anderen Axel oder doppelten Sprung, mit dem Rittberger als Höchstschwierigkeit.
Es gab viel Applaus für die schönen Küren; aber auch Tränen, weil man gestürzt war oder ein Element verpatzt hatte, das doch im Training immer reibungslos geglückt war. Den Abschluss machten die artistischen Programme, in denen Originalität, starker Ausdruck und ein passendes Kostüm mehr zählten als das technische Können. Die Läuferinnen und das Publikum hatten gleichermassen Spass an den Showeinlagen.
Medaillenregen für die Rheintaler Eisläuferinnen am Zubicup