Für Stadler bedeutet der Zuschlag vor allem langfristige industrielle Auslastung und eine Stärkung der Position im nordeuropäischen Markt. Der Zughersteller übernimmt die Fertigung der Wagenkästen, die komplette Innenausstattung sowie die Endmontage der Züge. Sie bieten damit ausreichend Kapazität für das stark frequentierte S-Bahn-Netz in Kopenhagen. Die Fahrzeuge werden vollautomatisch betrieben und sollen schrittweise ab 2032 in Betrieb gehen. Die Auslieferung ist bis 2040 vorgesehen.
So sehen die vollautomatisierten Züge aus
Die 56 Meter langen Züge verfügen über 120 Sitzplätze, 36 Klappsitze und etwa 300 Stehplätze. Breite Gänge und grosszügige Einstiegsbereiche sollen einen reibungslosen Fahrgastwechsel gewährleisten. Und ein ebenerdiger Einstieg mit ausfahrbaren Trittstufen ermöglicht einen barrierefreien Zugang. Die Mehrzweckbereiche mit Klappsitzen bieten Platz für Fahrräder, Rollstühle und Kinderwagen.
Starke Positionierung in Nordeuropa
Der Auftrag sei von grosser strategischer Bedeutung für das weitere Wachstum in dieser Region, heisst es in der Medienmitteilung von Stadler. Man baue mit dem Kopenhagen-Projekt seine Präsenz in Nordeuropa gezielt aus – einer Region, die stark in nachhaltige Mobilität, Kapazitätsausbau und Digitalisierung investiert. Langfristig profitiert Stadler zudem vom Service- und Wartungsgeschäft: Das Konsortium schliesst mit den Dänischen Staatsbahnen einen Servicevertrag über mindestens 30 Jahre ab.
Milliardenauftrag aus Kopenhagen: Stadler stärkt Position im nordeuropäischen Markt