Klar ist jetzt schon, dass der FCSG als Tabellenzweiter in die Meisterrunde steigen wird. Luzern verpasst diese zwar, hat den Klassenerhalt bei – nach dieser Runde mindestens – zwölf Zählern Vorsprung auf den Vorletzten GC bei noch fünf Spielen praktisch auf sicher.
Dennoch wird Luzern garantiert nichts herschenken. Zu gross ist seit rund fünf Jahren und dem verlorenen St.Galler Cupfinal gegen Luzern die Rivalität zwischen den Teams und vor allem den Fanlagern. Das machte Luzern-Trainer Mario Frick noch einmal klar. Der Liechtensteiner verlässt den FCL zum Saisonende und sagte sofort, dass er, falls er wieder in der Schweiz arbeiten sollte, auf keinen Fall zu den «Grün-Weissen» wechseln wird. Logisch, dass damit nicht Rapid Wien, sondern der FC St.Gallen gemeint war.
«Wir wissen, dass es in Luzern nicht einfach wird. Es ist ein besonderes Spiel für uns, für die Fans, für die Stadt. Es wird wieder intensiv und zweikampfgeprägt. Deshalb dürfen wir uns in Luzern von der Kulisse nicht ablenken lassen. Wir müssen einen klaren Kopf behalten und unser Spiel auf den Platz bringen», sagt der 27-jährige Abwehrchef Jozo Stanic. Und: «Dann schaffen wir das.»
Jozo Stanic schreibt den Meistertitel noch nicht ab
Die Espen müssen in Luzern unter anderem auf ihre Mittelfeldzentrale verzichten. Dies, weil sowohl Captain Lukas Görtler (achte gelbe Karte) als auch Spielmacher Lukas Daschner (vier Gelbe) gesperrt fehlen werden. Auch Flügelflitzer Christian Witzig wird die Partie in der Zentralschweiz verpassen. Nicht nur das: Nachdem er beim 2:1-Sieg gegen Zürich nach einem harten Foul von Cheveyo Tsawa mit Knöchelproblemen raus musste, wurde bekannt, dass Witzig drei bis vier Wochen ausfällt. Der gegen Zürich eingewechselte Malamine Efekele hat wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel sogar schon Saisonende. So muss Maassen gleich vier neue Spieler aufbieten. «Leider fallen wichtige Spieler aus. Doch wir haben gute Jungs, die reinkommen. Da mache ich mir keine Sorgen», sagt Jozo Stanic.
Der Deutsch-Kroate hat den Meistertitel noch nicht abgeschrieben. Denn falls St.Gallen in Luzern gewinnt und Thun gegen Basel verliert, wären es «nur» noch neun Punkte Abstand auf Thun. «Ich habe immer gesagt, dass, wenn es rechnerisch möglich ist, wir alles tun werden und Druck machen. Im Fussball ist alles möglich. Das hat man schon sehr oft gesehen. Solange es geht, habe ich Hoffnung.»
Mit einem Sieg in Luzern Leader Thun noch einmal nervös machen