Der Naturschutzverein Altstätten ist in unterschiedlichen Bereichen des Naturschutzes aktiv. Dazu gehören Infoveranstaltungen, handfeste Arbeit, Kurse, Exkursionen und Stellungnahmen zuhanden der Behörden. Präsident Meinrad Gschwend blickte an der Hauptversammlung auf einen bunten Strauss an Aktivitäten zurück.
Behausungen für Tiere schaffen
Das Motto des vergangenen Vereinsjahres lautete «Behausung». Dabei ging es nicht nur um Häuser, welche die Tiere selber bauen, sondern auch um die Möglichkeiten, für Tiere eine Behausung oder einen Lebensraum zu schaffen. Es wurde der Film «Dachgeheimnisse» gezeigt. Es gab den Abendspaziergang zum Thema «Schnecken entdecken». Bei der Veloexkursion mit dem Schwerpunkt «Dohlen in Oberriet – ein Erfolgsprojekt» zeigte Roger Dietsche, wie in der Felswand der Deponie Unterkobel die Dohlen gefördert wurden. Beim Spaziergang «Behausungen im eigenen Garten» zeigten Patrick Reck und Visar Taqui, wie mit gezielten Massnahmen Gärten ökologisch aufgewertet werden.
Ein herausragender Punkt des Programms war der Bau eines Lebensturms. Dieser ist solide erstellt und mit den unterschiedlichsten Materialien gefüllt. Er wird Kleintieren und vor allem Insekten Lebensraum bieten. Zum Thema «Behausung» gehört auch das Projekt «Fledermaus-Kästen». Zahlreiche Kästen wurden an Leute abgegeben, die sie an geeigneten Standorten aufhängten.
Handfeste Arbeit war gefragter denn je
Die Arbeitseinsätze waren auch im vergangenen Jahr zahlreicher geworden. Die Gruppe Studafüx, geleitet von Werner Strub, war auf den Flächen in der Steig und am Forst aktiv.
Einmal wurde mit Mitarbeitenden der St. Galler Kantonalbank unter dem Motto «In der Natur für die Natur» ein Arbeitstag durchgeführt.
Im Jahresbericht wurde auch darauf hingewiesen, dass der Vereinsvorstand regelmässig wegen verschiedener Anliegen, die die Natur betreffen, kontaktiert wird. Manchmal könne direkt Auskunft gegeben werden; in anderen Fällen würden die Leute an die entsprechenden Stellen (Stadt, Kanton, Umweltverbände etc.) verwiesen. Regelmässig werden auch Stellungnahmen zu aktuellen Fragen des Naturschutzes verfasst.
Das neue Programm sieht verschiedene Anlässe zum Thema Natur vor der Haustüre vor. Beim ersten Anlass ging es um das Insektensterben. Bei der nächsten Veranstaltung geht es darum, Pflanzen und Tiere, die direkt vor der Haustüre leben, zu entdecken.
Biodiversität in der Nähe
Tiere und Pflanzen beobachten kann man nicht nur am See, am Rhein, im Wald, in den Bergen, auf einer Magerwiese oder in Naturschutzgebieten.
Tiere und Pflanzen leben auch in Städten und Dörfern. Quasi vor der Haustür. Und gelegentlich auch in unseren Häusern. Was bekanntlich nicht allen Leuten gefällt.
Über diese Biodiversität berichtet der pensionierte Primarlehrer Gieri Battaglia aus Rorschach am Montag, 15. Juni, um 19.30 Uhr im Kirchgemeindezentrum in Altstätten. Sein Referat mit vielen Bildern dauert eine gute Stunde. Der Eintritt ist frei.
Bei weiteren Veranstaltungen wird den Spuren des Bibers gefolgt. Ein Abendspaziergang führt über den Altstätter Friedhof.
Mit Lebensturm und Fledermauskästen stärkt der Verein die Biodiversität