Autor Thomas Oesch hat drei Jahrzehnte lang die Entwicklung des Naturschutzgebiets Höchstern im Auftrag der Gemeinden Widnau und Balgach begleitet und Dokumente gesammelt. Sie zeichnen seine bewegte Geschichte nach.
Umrahmt von irischen Balladen der Flötistin Helena Sonderegger, begleitet von Gitarre und Bassgeige, wurde das Buch präsentiert: eine Zeitreise durch die Geschichte einer Landschaft zwischen Balgach, Heerbrugg und Widnau.
Verhältnisse im Tausendseelenhaus
Nach der Einführung durch Gemeindepräsident Urs Lüchinger las Hansruedi Nüesch eine Passage aus dem Buch «Die Glocke von Marbach» von Renato Martignoni vor. Es passte gut, dass darin die Verhältnisse im Tausendseelenhaus beschrieben sind, im Haus an der Landstrasse, wo viele Arbeiterinnen und Arbeiter der Ziegelei untergebracht waren. Hansruedi Nüesch ergänzte seine Lesung mit Jugenderinnerungen aus dieser Zeit.
Nach dem Brand der Ziegelei im Jahr 1971 blieb bis zum Bau der Unterführung und des Einkaufszentrums eine Industriebrache zurück. Dort erlebte Michael Vogt einen Teil seiner Jugend. Für das Buch verfasste er die Kurzgeschichte «Niemandland», die er an der Vernissage dem interessierten Publikum vorstellte.
Ein Jahr lang war der Fotograf Gian Reto Zanetti zu allen Tages- und Jahreszeiten in der Höchstern unterwegs: frühmorgens im Nebel, an stillen Abenden, bei Regen und Frost.
Stimmungen fotografisch festgehalten
Immer wieder war es das Licht, das die Landschaft neu formte – mal weich über den Wiesen, mal leuchtend und spiegelnd auf den Wasserflächen. Entstanden sind keine naturkundlichen Fotos, sondern Stimmungen, die im Buch in drei Teilen abgebildet sind. Der Fotograf führte durch die Ausstellung der ausgewählten Bilder, die die Wände des Vernissageraums zierten.
Mit dem Lied der Lerche wurden die Gäste in den Apéro gelgleitet, und der spannende Abend fand langsam seinen Ausklang.
Das Buch «Naturland Höchstern» kann bei der Gemeindekanzlei erworben werden.
Neuer Bildband zeigt die bewegte Geschichte des Naturschutzgebiets Höchstern