Die Zahl der bei einem St.Galler RAV gemeldeten Stellensuchenden lag per Ende März 2026 um 10,3 Prozent höher als vor Jahresfrist. Gegenüber dem Vormonat ist die Zahl um 0,6 Prozent gesunken. Dieser leichte Rückgang entspricht der saisonüblichen Entwicklung. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrifft Stellensuchende aus Industrie und Gewerbe mit 8,1 Prozent (+334 auf 4'477 Personen) weniger stark als Stellensuchende aus dem Dienstleistungssektor mit 12,1 Prozent (+776 auf 7'166 Personen). Die Entwicklung in der ganzen Schweiz verläuft ähnlich. Hier beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahr 10,6 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat sind die Werte praktisch unverändert.
Tieferer Anstieg bei den Jungen
Bei der Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen beträgt der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat 2,8 Prozent (von 1108 auf 1139). Höher liegt er mit 12,3 Prozent bei den 25- bis 49-Jährigen (von 6351 auf 7135). Einen etwas tieferen Anstieg gegenüber dem Vorjahr gab es bei den 50-Jährigen und Älteren, nämlich 8,9 Prozent (von 3280 auf 3572).
Rheintal leicht über dem kantonalen Mittel
In allen Wahlkreisen ist die Zahl der Stellensuchenden im Vorjahresvergleich gestiegen, zwischen 2,7 Prozent im Wahlkreis Wil und 23,6 Prozent im Toggenburg. Ebenfalls über dem kantonalen Mittel von +10,3 Prozent ist die Zunahme im Sarganserland (+18,9%), in See-Gaster (+18,2%), im Werdenberg (+16,0%) sowie im Rheintal (+12,8%). Weniger stark ist das Wachstum in den Wahlkreisen Rorschach (+6,7%) und St.Gallen (+5,6%).
Mehr offene Stellen – das ist der Grund
Ende März 2026 waren bei den RAV des Kantons St.Gallen 4407 offene Stellen gemeldet. Das sind 1320 mehr als vor Jahresfrist und 812 mehr als im Vormonat. Fast zwei Drittel davon stammen aus meldepflichtigen Berufen. Die deutliche Zunahme hängt direkt mit der Ausweitung der meldepflichtigen Berufe auf Anfang 2026 zusammen. Am stärksten gesucht sind Hilfsarbeitskräfte, Personen in Dienstleistungsberufen, Verkäuferinnen und Verkäufer sowie Personen in Handwerks- und verwandten Berufen.
Kurzarbeit in allen Regionen des Kantons
Für den April 2026 haben 58 Betriebe 1648 Mitarbeitende zur Kurzarbeit vorangemeldet. Damit ist die Zahl der Betriebe im Monatsvergleich um sechs und die Zahl der vorangemeldeten Mitarbeitenden um 445 gesunken. Betroffen sind Unternehmen in der Industrie und dem verarbeitenden Gewerbe aus allen Regionen des Kantons. Im Vordergrund stehen vor allem generell konjunkturell bedingte Schwierigkeiten.
Die Auswertung basiert auf den bis Ende März 2026 bearbeiteten Gesuchen. Eine Bewilligung aller noch hängigen Gesuche würde die Zahl der betroffenen Mitarbeitenden um über 350 erhöhen.
Gemäss noch provisorischen Werten wurden im Jahr 2025 im Kanton St.Gallen 23 Millionen Franken Kurzarbeitsentschädigung ausbezahlt. Damit wurden rund 800'000 ausgefallene Arbeitsstunden entschädigt. 2024 waren es 20 Millionen Franken und rund 720'000 Stunden.
Neuste Zahlen: Weniger Stellensuchende als im Vormonat und mehr offene Stellen