Das Geschäftsjahr 2025/26 habe für die Pizolbahnen AG alle Erwartungen übertroffen: Der Umsatz kletterte auf das Rekordhoch von 12,46 Millionen Franken (Vorjahr: 11,66 Millionen). Nach Berücksichtigung aller betrieblichen Aufwände resultiert ein operativer Gewinn vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern von 4,2 Millionen Franken. Nach vorsichtigen, betriebswirtschaftlich nicht notwendigen Zusatzabschreibungen weist die Bergbahn einen Reingewinn von 467 192 Franken aus.
Damit gelingt dem Unternehmen das dritte positive Jahresergebnis in Folge. Dies geht aus einer Medienmitteilung hervor. «Dieses Rekordergebnis ist das Fundament für unsere Zukunft. Es beweist, dass sich die grossen Investitionen der letzten Jahre auszahlen und wir den Pizol nachhaltig auf Kurs gebracht haben», wird Verwaltungsratspräsident Markus Oppliger darin zitiert. CEO Christian Kubli ergänzt: «Der Erfolg ist das Resultat einer starken Teamleistung und der für uns tollen Wetterverhältnisse.»
Ausgebaute Beschneiung war «matchentscheidend»
Der Ausbau der technischen Beschneiung habe sich im vergangenen Winter als matchentscheidend erwiesen. Ohne den gezielten Einsatz der 246 Schneelanzen und 22 Propellermaschinen wäre ein Skibetrieb bis Mitte Januar kaum möglich gewesen, schreibt das Unternehmen. Dank der kurzen, intensiv genutzten Kältefenster im November startete die Bahn Mitte November mit einem breiten Pistenangebot in den Winter und erzielte mit 270 000 Ersteintritten den besten Winter der Unternehmensgeschichte. Auch der Sommer 2025 habe sich erfreulich entwickelt.
Nach einem nassen Juli brachten ein Rekord-August und starke Herbstwochenenden eine hohe Frequenz an den Berg. Der Spitzenwert lag am 7. September 2025 bei 3109 Eintritten an einem einzigen Tag. Insgesamt verzeichneten die Pizolbahnen im gesamten Geschäftsjahr rund 37 000 Ersteintritte im Sommer und Winter. Der finanzielle Zustand des Unternehmens hat sich indes weiter gefestigt.
Die Nettoverschuldung sank von 7,99 auf 4,61 Millionen Franken. Der Verschuldungsfaktor liege neu bei erfreulichen 1,3. Mit einer Eigenkapitalquote von 67,2 Prozent verfügten die Pizolbahnen AG über ein sehr solides finanzielles Fundament und gelten im Vergleich der Schweizer Bergbahnen als ausserordentlich gut. In der Hochsaison beschäftigt das Unternehmen inklusive Gastronomie 240 Mitarbeitende. Das Unternehmen schreibt:
Stillstand gibt es am Pizol nicht.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026/2027 investiert es rund 1,3 Millionen Franken in die nächste Etappe der «Beschneiung 4.0». Zusätzlich wird pünktlich zur Wintersaison das veraltete Zutritts- und Kassensystem vollständig durch eine moderne Lösung von Skidata ersetzt. Ein neuer Webshop, die Pizol App und kontaktlose Zugänge machen den Ticketkauf und den Bergzutritt für Einheimische und Gäste künftig deutlich einfacher und schneller, heisst es weiter.
Die Generalversammlung findet am Samstag, dem 24. Oktober, in der Sporthalle Bad Ragaz statt. Der Verwaltungsrat beantragt die Genehmigung des Geschäftsberichts sowie den Vortrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung.
Pizolbahnen erzielen mit 270 000 Ersteintritten einen neuen Rekord