Der Winter war in seinem bisherigen Verlauf nicht mit viel Schnee gesegnet. Dies dürfte das Trainingspensum einiger potenzieller Läuferinnen und Läufer eingeschränkt haben, weshalb die Anmeldungen für den diesjährigen Plausch-Engadiner nur zögerlich eintrafen. Dazu kam, dass die Marathonstrecke bis eine Woche vor der Durchführung noch nicht durchgehend geöffnet war. Der Grund dafür war die zu dünne Schneedecke im Stazerwald, die eine maschinelle Loipenpräparierung nicht zuliess.
Als dann – sehr spät – der langersehnte Schnee endlich vom Himmel fiel, musste der Skiclub Sarsura Zernez seinen gleichzeitig stattfindenden Lauf von Maloja nach Zernez wegen eines Lawinenniedergangs absagen. 16 Stunden vor dem Startschuss war dies für den Verein eine Hiobsbotschaft. Und auch die Organisatoren des Ostschweizer Plausch-Engadiners standen nun vor einigen Herausforderungen, mussten sie doch über Nacht den Ablauf im Startgelände sowie einen Verpflegungsposten selber an die Hand nehmen.
Nachdem diese Aufgaben gemeistert waren, erfolgte der Startschuss in Maloja doch noch pünktlich. 74 Läuferinnen und Läufer nahmen die Strecke in Angriff, darunter auch einige, die sich kurzentschlossen vom abgesagten Parallellauf umteilen liessen. Die 36 Kilometer von Maloja nach Zuoz waren in diesem Jahr um einiges anspruchsvoller als auch schon. Doch trotz ungünstiger Temperaturen um den Gefrierpunkt, leichtem Gegenwind und zunehmend einsetzendem Schneefall erzielten die Athletinnen und Athleten hervorragende Laufzeiten. Darauf liess sich anschliessend im Restaurant des Langlaufzentrums Zuoz erst recht anstossen.
Impressionen zum Lauf sowie einen Ausblick auf den dritten Ostschweizer Plausch-Engadiner im Februar 2027 finden sich auf www.ostchmarathon.ch. Das positive Feedback der Teilnehmenden motiviert die Organisatoren und auch viele Langlaufbegeisterte, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein.
Plausch-Engadiner war trotz schwieriger Verhältnisse ein Erfolg